Digital Rights Management by Microsoft

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Nächste Woche will Microsoft eine Testversion seiner Rights Management Services (RMS) für den Windows Server 2003 starten. Dieser soll im April auf den Markt kommen. Das Prinzip lehnt an die Techniken für das Digital Rights Management an, mit denen Herstellern und Vertreibern von Audio- und Video-Files Kontrollmöglichkeiten darüber vermittelt werden, ob die Käufer die Produkte unrechtmässig weiter nutzen. Ein Beta-Test der RMS ist für das zweite Quartal 2003 geplant. Das Rechtemanagement sei in Textverarbeitungen, E-Mail-Clients und Informations-Portalen im Intra- oder Internet einbaubar. Damit sollen Unternehmen gezielter die Verwendung von Dokumenten und internen Unterlagen steuern können. Für einzelne Texte, E-Mails oder Webseiten liessen sich die zugriffsberechtigten Personen und die Art des Zugriffs definieren. Unternehmen könnten dann steuern, ob Dokumente weitergeleitet oder ausgedruckt werden dürfen oder welche Inhalte sich in andere Texte übernehmen lassen. Über ein Verfallsdatum und nachfolgende Verschlüsselung könnten Dokumente aus dem Verkehr gezogen werden. RMS soll als Serverdienst auf Basis von Microsofts .NET-Framework aufgebaut sein und nutzt gemäss Microsoft XrML (Extensible Rights Markup Language), die auch von Adobe, Audible, Hewlett-Packard und Xerox genutzt wird. Die Redmonder treten mit RMS der Kritik entgegen, dass die Sicherheit von Microsoft-Dokumenten nicht über alle Zweifel erhaben ist. So werden beispielsweise beim Versand von Microsoft-Office-Produkten oft Meta-Informationen mitübermittelt, die keineswegs für den Empfänger bestimmt sind. Diese Kritik ist Thema einer öffentlichen Diskussion mit Vertretern von Microsoft Schweiz, der Onlinegewerkschaft Syndikat, und der Kampagne für Freie Software Wilhelm Tux heute Abend im Volkshaus Zürich.