E-Voting: CERN rügt Sicherheitsmängel

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Die Sicherheit beim E-Voting, der elektronischen Stimmabgabe, muss noch verbessert werden. Dies zeigt die Auswertung der ersten Testphase zum E-Voting im Kanton Genf. Seit Herbst 2001 wurden dort im Auftrag des Bundes die ersten Pilotversuche für das E-Voting durchgeführt. Die Abläufe und die Sicherheit der Anwendungen wurden von Spezialisten des Europäischen Kernforschungszentrums (CERN) und der Universität Genf untersucht. Der nun veröffentlichte Testbericht hält zwar fest, dass das Sicherheitsniveau hoch sei. Einige Aspekte, insbesondere jener der Datensicherheit bei den Benutzern selbst, verlangen aber nach Verbesserungen der Sicherheitsvorkehrungen. Die Tester fordern, dass die Stimmabgabe auf allen elektronischen Stationen - vom Stimmenden bis hin zur virtuellen Urne - verschlüsselt bleiben muss. Dies war bisher nicht der Fall. Andere geforderte Sicherheitsmassnahmen betreffen den Stimmenden und seinen Computer, denn hier liege das grösste Sicherheitsrisiko. Eine automatische Verifikation soll gewährleisten, dass die Stimme unverfälscht in die elektronische Urne gelangt. Die Benutzer werden zudem eine CD-ROM mit dem E-Voting-Programm erhalten. Die Anwendung dieses Programms soll vermeiden helfen, dass andere Programme bei der Stimmabgabe zum Einsatz kommen. Denn bei diesen bestehe die Gefahr, dass der Wähler nicht direkt mit der Wahlseite verbunden werde, sondern mit einer zwischengeschalteten Seite, von der aus die Wählerstimme verfälscht werden könnte. Bis zur zweiten Testphase, an der im Rahmen der Wahlen vom 2. Juni rund 10 000 Gymnasiasten teilnehmen werden, sollen bereits erste Verbesserungen realisiert werden.