EDA verzichtet auf Liste der Kriegsopfer

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Das EDA zieht den von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey gemachten Vorschlag zurück, eine laufend aktualisierte Liste der zivilen Opfer des Irak-Kriegs im Internet zu publizieren. Diesmal waren die Kritiken richtig, ich habe diese mitgenommen, sagte Calmy-Rey gestern Dienstag in der Tagesschau des Schweizer Fernsehens. Die Liste werde nicht publiziert, weil es sehr schwer sei, verlässliche Zahlen zu bekommen und die Verantwortung der einen oder anderen Partei zu bestimmen. Statt dessen unterstützt das EDA ein Projekt, das online ein temporäres Informationszentrum aufbaut. Vor Ort verifizierte Angaben zur Lage der Zivilbevölkerung und zur Anwendung des humanitären Völkerrechts werden den Medienschaffenden und Mitarbeitern von humanitären Organisationen zur Verfügung gestellt. Der Projektauftrag ging an die Betreiber des Portals, die in Genf ansässige Organisation Integrated Research and Information System (IRIS) und an das vom EDA unterstützte Program on Humanitarian Policy and Conflict Research (HPCR) der Harvard Universität. Eine Site, die eine den Umständen entsprechend verlässliche Anzahl der im Irak-Krieg gefallenen Zivilisten veröffentlicht, ist www.iraqbodycount.org. Die Betreiber überprüfen dutzende von Agentur- und Newssites und publizieren die jeweils höchsten und niedrigsten Zahlen, wie sie von mindestens je zwei Quellen übereinstimmend angebeben wurden.