Eidgenössische Steuerverwaltung will Zuschlag an Unisys für Millionenprojekt widerrufen
Wie die Netzwoche erfahren hat, steht der Zuschlag für Unisys für das IT-Projekt INSIEME bei der eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) auf der Kippe. Mit INSIEME soll die IT der ESTV vollständig erneuert werden. Dabei sollen auch die Arbeitsabläufe vereinfacht und auf die Bedürfnisse der Steuerzahlenden ausgerichtet werden. Im Rahmen einer WTO-Ausschreibung erhielt Unisys im März 2006 den Zuschlag für den Bau der neuen IT. Das Projektvolumen soll 70 Millionen Franken betragen. Der entsprechende Werkvertrag ist allerdings noch nicht unterschrieben.
Wie Ueli Burkhard, Koordinator des Programms INSIEME der ESTV, gegenüber dem Netzwocheticker bestätigte, kann Unisys derzeit im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs Stellung nehmen zur Einleitung des Verfahrens auf Widerruf des Zuschlages. Da es sich dabei um ein laufendes und beschwerdefähiges Verfahren handelt, konnte er allerdings vorderhand keine weiteren Auskünfte erteilen.
Der Bund scheint keine gute Hand bei der Vergabe seiner IT-Projekte zu haben: Bereits im Juni wurde bekannt, dass die Logistikbasis der Armee (LBA) das Projekt zur Konsolidierung der Armeelogistik vorläufig abgebrochen hat. Der IT-Teil des Projekts umfasste die Zusammenlegung von fünf SAP-Bestandssystemen zu einer neuen, standardisierten SAP-Plattform. Ende April wurde deshalb die Zusammenarbeit mit IDS Scheer beendet, der Relaunch des Projektes soll im August stattfinden.
Doch auch Unisys hat Probleme mit behördlichen Projekten: So verlor die belgische Niederlassung des US-IT-Dienstleisters im März die Verantwortung für das Projekt "Phénix", mit dem die IT des belgischen Justizdepartements erneuert hätte werden sollen. Unisys und die belgische Regierung unterschrieben den Vertrag im Dezember 2001, im März nun löste die Regierung diesen auf, weil es immer wieder zu Verzögerungen kam und wegen mangelnder Qualität, wie die Regierung begründete.
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