„Ein sehr grosser Schritt“: ICANN schaltet IPv6 auf

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Mit den Worten „das ist ein sehr grosser Schritt“ hat ICANN-Chef und Internet-Pionier Vinton Cerf anlässlich des Direktoriums-Treffens der Organisation für die Verwaltung der Domainnamen in Kuala Lumpur bekannt gegeben, dass das neue Internet-Protokoll IPv6 auf den 13 Root-Servern des Domain Name Systems (DNS) freigeschaltet worden ist. Durch die Umstellung wird die Zahl der verfügbaren Adressen massiv gesteigert, nämlich von bislang etwas mehr als 4 Milliarden auf Trillionen. Damit ist es möglich, nicht nur jedem Menschen, sondern auch praktisch allen erdenklichen Objekten eine IP-Adresse zuzuweisen. Das IPv4-Protokoll geht auf die 70er-Jahre zurück, als sich noch niemand hat ausmalen können, dass das Internet jemals die Verbreitung finden würde, die es heute hat. Dass die derzeitigen Domainnamen nicht ausreichen, ergibt sich auch aufgrund von deren sehr ungleichmässigen Verteilung: So befinden sich 74 Prozent der Adressen in US-Besitz, wobei die US-Universitäten Stanford und MIT je über mehr Adressen verfügen als die Volksrepublik China. Geplant ist, dass auf den Root-Servern während den nächsten 20 Jahren beide Protokolle parallel zum Einsatz kommen, um Störungen zu vermeiden und eine genügend lange Übergangsfrist zu geben für die notwendigen Software- und Systemanpassungen.