Frankreich definiert eigene Open-Source-Lizenz

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In Frankreich arbeiten derzeit drei von der Regierung fundierte Forschungsinstitute an einer neuen Open-Source-Lizenz, die speziell für die französische Gesetzgebung ausgelegt ist, nach Aussagen der Verantwortlichen jedoch kompatibel zur GNU General Public License (GPL) sein soll. Dies meldet das Online-Magazin entwickler.com. Die neue Lizenz mit dem Namen CeCILL (abgeleitet von CEA – Commissariat à l'Energie Atomique, CNRS – Centre National de la Recherche Scientifique, INRIA – l'Institut National de Recherche en Informatique et en Automatique sowie der französischen Bezeichnung für freie Software "logiciel libre") soll sich in den Bereichen "Copyright" und "Haftbarkeit" von der GNU GPL unterscheiden. CeCILL soll französische Open-Source-Projekte zukünftig vor finanziellem Schaden, beispielsweise durch gerichtliche Klagen, schützen. Nach französischem Recht sind derzeit noch sämtliche Entwickler von Open-Source-Software für ihre Produkte verantwortlich und gegebenenfalls auch haftbar zu machen. CeCILL umgeht dieses Problem, indem explizit festlegt wird, dass veröffentlichte Software nur für fachkundige Anwender gedacht ist. "Durch diesen Umweg können Softwareentwickler ihre Verantwortung gemäss französischem Recht einschränken", erklärte Gerard Giraudon vom INRIA. Für die nahe Zukunft seien in Frankreich weitere Lizenzalternativen, die unter anderem an die LGPL oder BSD-Lizenzen angelehnt sind, geplant.