Google kauft Doubleclick: Konkurrenz reagiert nervös
Google ist im Bieterwettstreit um Doubleclick als Sieger hervorgegangen und kauft den Online-Werbevermarkter für 3,1 Milliarden US-Dollar. Gemäss letzten Gerüchten soll Mitbewerber Microsoft bereit gewesen sein, 2 Milliarden US-Dollar für Doubleclick zu bezahlen. Für Google ist dies sein bisher teuerste Coup. Die Übernahme von Youtube kostete Google "nur" 1,65 Milliarden US-Dollar.
Die aktuellen Besitzer von Doubleclick, die Investoren Hellman & Friedman und JMI Equity, hatten das Unternehmen 2005 für 1,1 Milliarden US-Dollar erstanden. Die US-Presse schrieb während der Verhandlungen, die Investoren würden einen Kaufpreis von 2 Milliarden US-Dollar anpeilen.
Mit diesem Kauf baut Google seine Hegemonialstellung im Online-Werbesegment aus und bedrängt vor allem Yahoo. Denn Doubleclick ist auf Display-Werbung mit Bildern und Videos spezialisiert, ein Markt, den bisher vor allem Yahoo dominierte. So berichtet das Wall Street Journal denn auch, dass die Konkurrenz die US-Wettbewerbsbehörde zu einer genauen Prüfung des Deals bewegen will. Microsofts Chefjurist Brad Smith bemängelt gegenüber dem Wall Street Journal den Doubleclick-Kauf als wettbewerbsverzerrend. Google und Doubleclick würden nun 80 Prozent des visuellen Werbemarktes beherrschen.
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