Google plant eigenen Mail-Dienst und sucht Mann im Mond

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Der Suchmaschinenbetreiber Google spürt den Konkurrenzdruck stärker denn je. Besonders Yahoo und Microsoft haben zum Angriff auf Googles Bastion im Suchmaschinenmarkt geblasen. Nun dreht Google den Spiess um: Mit einem eigenen kostenlosen Webmail-Dienst will das Unternehmen in den Jagdgründen der Konkurrenz wildern. "Suche ist die zweithäufigste Online-Aktivität – E-Mail ist die häufigste", erklärt Google kurz und bündig die Folgerichtigkeit eines solchen Angebotes. Ein Preview-Release des Gmail getauften Dienstes werde derzeit von einer Gruppe handverlesener User getestet, teilt Google mit. Die unternehmenseigenen Kompetenzen sollen dabei das Handling von E-Mails verbessern: Suchtechnologien sollen beim Auffinden von Nachrichten helfen und die Organisation der Mails ohne das Verschieben in Unterordner ermöglichen. Zudem will Google jedem Account einen Speicherplatz von einem Gigabyte anbieten. Wann Gmail für die breite Öffentlichkeit zugänglich sein wird, steht noch nicht fest. Ach, und übrigens: Google sucht noch neue Mitarbeiter – auf dem Mond. Bis Frühjahr 2007 will der Suchmaschinenbetreiber auf dem Erdtrabanten das lunare Forschungs- und Hosting-Center Copernicus in Betrieb nehmen. Wer in bester physischer Verfassung ist und auch mal auf den üppigen Gebruch von TV und Sauerstoff verzichten kann, melde sich bei Google – oder hängt seine Bewerbung lieber gleich an eine Rakete und schiesst sie zum Mond. Bleibt die Frage: Handelt es sich wenigstens bei der Gmail-Meldung um eine ernsthafte Pressemitteilung?