Google zählt und beobachtet Heavy User
Die Betreiber der Suchmaschine Google haben in aller Stille damit begonnen, bei einigen Kunden, die ihre Dienste häufig in Anspruch nehmen, die Anzahl Suchanfragen zu zählen und zu registrieren. Das Zählwerk wird mittels Cookie installiert und erscheint auch auf dem Bildschirm der Anwender. "Sie haben 245 Suchen durchgeführt", könnte es etwa heissen. "Wenn der Zähler mehr als drei Stellen benötigt, sind sie ein wirklich häufiger Google-Sucher (you are truly a Google frequent searcher)", informiert das Zählwerk die User.
Das Ganze sei noch ein Test, erklärte Marissa Mayer, Googles Director for Consumer Products, gegenüber der New York Times. Wie die Anwender ausgewählt werden, teilt Google nicht mit. "Wir sind noch am experimentieren", so Mayer, "Wir spielen mit den Informationen und schauen, wie wir sie nutzen könnten." Die Absicht sei nicht, Anwender zu möglichst vielen Anfragen zu animieren. Vielmehr soll ein Bewusstsein darüber gefördert werden, wie oft jemand eine Suchanfrage startet.
Das Vorgehen von Google hat erste Reaktionen von Datenschützern ausgelöst, die sich besorgt zeigen. "Aus Sicht des Datenschutzes stellt sich die Frage: Weshalb wird mein Suchverhalten aufgezeichnet?", wird Marc Rotenberg, Direktor des Electronic Privacy Information Center in Washington, zitiert. Während das Mitzählen an und für sich als Spass angesehen werden kann, warnt Rotenberg, dass Google die Software fürs Registrieren von weiteren, persönlichen Daten nutzen könnte. Deshalb seine Forderung: "Die Verwendung dieser Daten muss transparent sein."
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