Hat Oracle Regierungsmitarbeiter geschmiert?
Der Softwarehersteller soll afrikanische Regierungsmitarbeiter geschmiert haben, um seine Software abzusetzen. Die US-Behörden ermiteln seit über einem Jahr wegen den Korruptionsvorwürfen gegen Oracle.
Der US-Softwarehersteller Oracle soll in West-und Zentralafrika Regierungsmitarbeiter mittels Bestechungsgeldern geschmiert haben, um den Absatz seiner Produkte zu fördern. Das US-Justizministerium ermittelt in dem Korruptionsfall schon seit mindestens einem Jahr gegen Oracle, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf Quellen in den Behörden. Neben dem Justizministerium ermittelt auch die Börsenaufsicht SEC in dem Fall. Gegenüber dem WSJ wollte sich eine Oracle-Sprecherin laut nicht zu dem Vorwurf äussern, die Anwälte des Unternehmens schwiegen bisher ebenfalls.
Oracle wird vorgeworfen das amerikanische Anti-Korruptionsgesetz bei seinen Geschäften im Ausland zu verletzen. Der im Jahr 1977 in den USA verabschiedete Foreign Corrupt Practices Act verbietet Zahlungen per Schenkungen von US-Konzernen an staatliche Einrichtungen im Ausland, um dafür den Zuschlag für ein Gechäft zu bekommen. In den letzten Jahren hat die US-Regierung das Gesetz verstärkt durchgesetzt. Vergangenes Jahr ermittelte das Justizministerium gemäss WSJ in 24 Fällen - 2011 liegen bereits sieben Verdachtsfälle vor.
Von 2009 bis 2010 mussten wegen diversen Verstössen gegen das Gesetz Zahlungen von fast zwei Milliarden Dollar geleistet werden. Doch nicht nur Oracle scheint keine weisse Weste zu tragen, auch Hewlett-Packard steht im Visier der US-Behörden. Der Konzern soll unter anderem illegale Zahlungen an staatliche sowie private Unternehmen in Russland getätigt haben. IBM hatte bereits im März 2011 wegen Korruptionsverdacht in Zusammenhang mit seinem Asiengeschäft freiwillig eingewilligt, der US-Börsenaufsicht 10 Millionen Dollar zu zahlen.
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