HP streicht in Bern 90 Stellen
HP will beim Berner Bankendienstleister RTC 90 der derzeit 400 Stellen abbauen, wie die Berner Zeitung und der Bund berichten. Der Abbau erfolge, weil der Umsatz in diesem Jahr wegen Kundenabgängen um 20 Prozent sinke.
Im März 2009 beschäftigte RTC noch 750 Mitarbeitende. Ende 2010 sollen es noch etwas über 300 sein. Die Geschwindigkeit des Abbaus überrascht: Die Berner Real Time Center (RTC) AG und der HP-Konzern hatten noch im Februar einen 20 Jahre dauernden "Anwendungs- und Infrastruktur-Dienstleistungsvertrag" abgeschlossen. Sie kündigten damals an, in Bern gemeinsam ein europaweit tätiges Dienstleistungszentrum für Bankensoftware aufbauen zu wollen.
Bei den Vertragsverhandlungen im Frühjahr in der Übernahmeausmarchung zwischen HP und IBM habe HP noch garantiert, dass kein Stellenabbau vorgenommen werde, berichtete die Berner Zeitung. Dies sei auch der Grund gewesen, warum sich das RTC-Management im Februar für HP und nicht für IBM entschlossen habe. Auch im Juni hatte HP-Schweiz-Chefin Hauke Stars in einem Interview gegenüber dem Bund verkündet, dass kein Abbau geplant sei.
HP-Sprecher Beat Welte hat die Meldung inzwischen gegenüber verschiedenen Medien bestätigt.
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