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Abraxas baut neue Steuerlösung für Graubünden

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von Adriano Kollegger, Abteilungsleiter ICT der Steuerverwaltung des ­Kantons Graubünden

Seit 2024 veranlagt der Kanton Graubünden natürliche Personen mit einer neuen Steuerlösung von Abraxas. Entwickelt wurde sie gemeinsam mit dem Kanton nach dem Scaled Agile ­Framework – ein methodischer Ansatz, der nicht nur technische Erneuerung, sondern auch einen strukturellen Wandel in den Veranlagungsprozessen ermöglicht hat.

(Source: Lischka.Li - stock.adobe.com)
(Source: Lischka.Li - stock.adobe.com)

Mit der Einführung der neuen Lösung TAX Veranlagung NP hat die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden einen grund­legenden Modernisierungsschritt vollzogen. Seit der Steuer­periode 2024 erfolgt die Veranlagung der natürlichen Personen mit einer neu entwickelten, modular aufgebauten Fachapplikation von Abraxas. Sie ersetzt eine in die Jahre gekommene Vorgängerlösung – und markiert mehr als einen reinen Technologiewechsel.

Entstanden ist die neue Lösung in enger Zusammenarbeit zwischen der Steuerverwaltung und Abraxas. Projektstart war bereits 2020, mit der gemeinsamen Aufnahme der kantonsspezifischen Anforderungen an die Module Steuerregister und Veranlagung natürliche Personen. Graubünden ist nach Thurgau der zweite Kanton, der die neue Veranlagungslösung produktiv einsetzt – eine Bestätigung für die übergreifende Relevanz und Skalierbarkeit des Konzepts.

Eine zentrale Rolle spielte dabei das gewählte Vorgehensmodell: Entwickelt wurde die Lösung nach dem Scaled Agile Framework (SAFe). Dieses Framework überträgt agile Prinzipien auf grös­sere Organisationen und Projekte. Ziel ist es, die Flexibilität agiler Entwicklung mit hoher Qualität und Verlässlichkeit zu verbinden.

Für die Steuerverwaltung Graubünden zahlte sich dieser Ansatz aus. «Die enge Zusammenarbeit zwischen Abraxas und der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden hat sich sehr positiv auf die Zielerreichung und die Qualität ausgewirkt», bilanziert Adriano Kollegger, Abteilungsleiter ICT der Steuerverwaltung.

Das neu konzipierte Steuerregister wurde speziell für Graubünden erweitert, sodass steuerpflichtige Personen zentral und automatisch verwaltet werden können. Mitarbeitende der Gemeindesteuerämter und der kantonalen Registerabteilung arbeiten heute mit einem gemeinsamen System und stellen damit eine hohe Datenqualität sicher. Die zentrale Verwaltung vereinfacht Prozesse, reduziert Redundanzen und verbessert die Nachvollziehbarkeit steuerlicher Informationen.

Als erstes Modul ging TAX Steuerregister im Januar 2024 als zentrales Register produktiv. Mit dem Start der produktiven Veranlagung der natürlichen Personen Anfang 2025 konnte das Projekt abgeschlossen werden. Der Betrieb erfolgt auf der cloudfähigen Kubernetes-Plattform des Amts für Informatik, wodurch auch für die Zukunft Skalierbarkeit und Betriebs­sicherheit gewährleistet sind.

Auch in der täglichen Arbeit bringt die neue Lösung spürbare Verbesserungen: Die intuitive Benutzeroberfläche unterstützt effiziente Prozesse, reduziert den Schulungsaufwand und erhöht die Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Gleichzeitig erlaubt die moderne Architektur eine flexible Weiterentwicklung: Die Module sind technisch entkoppelt und lassen sich unabhängig voneinander anpassen oder erneuern – beispielsweise bei rechtlichen Änderungen oder technologischem Fortschritt.

Ein weiterer Vorteil liegt im Automatisierungspotenzial: Verschiedene Regelwerke sowie die direkte Anbindung an die Wertschriften-Webservices der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) ermöglichen eine teilweise oder vollständige Automatisierung der Veranlagung. Der Grad der Automatisierung lässt sich dabei je nach Bedarf individuell steuern – ein wichtiger Aspekt für einen heterogenen Kanton mit urbanen Zentren und zahlreichen dezentralen Gemeinden. 


Projekt

TAX Veranlagung NP – neue Veranlagungslösung für natürliche Personen im Kanton Graubünden


Ziele

  • Ablösung einer veralteten Veranlagungsapplikation
  • Modularer Aufbau für bessere Wartbarkeit und Berücksichtigung kantonsspezifischer Anforderungen
  • Effizientere Prozesse und höhere Datenqualität
  • Grundlage für Automatisierung in der Veranlagung
     

Umsetzung und Betrieb

  • Projektstart 2020 mit gemeinsamer Anforderungs­aufnahme
  • Agile Entwicklung nach dem Scaled Agile Framework (SAFe)
  • Enge Einbindung von Mitarbeitenden der Steuer­verwaltung
  • Erweiterung des Steuerregisters für zentrale, ­automatische Verwaltung steuerpflichtiger Personen
  • Anbindung an bestehende Systeme der Steuerverwaltung sowie weitere kantonale Systeme (u. a. Scan-, Druck- und Archivsysteme)
  • Betrieb auf der cloudfähigen Kubernetes-Plattform des Amts für Informatik
  • Projektdauer
  • Januar 2024: Inbetriebnahme TAX Steuerregister als ­zentrales Register
  • Anfang 2025: Start der produktiven Veranlagung ­natürlicher Personen
  • Gesamtlaufzeit: rund vier Jahre (2020–2024/25)
     

Merkmale

  • Technisch getrennte Module, die unabhängig angepasst oder erneuert werden können
  • Intuitive Benutzeroberfläche zur Unterstützung effizienter Arbeitsprozesse
  • Vereinfachte Modernisierung des Web-Front-Ends
  • Flexible Automatisierung der Veranlagung dank Regel­werken und ESTV-Anbindungen
     

Leistungen von Abraxas

  • Begleitung bei der Erhebung und Analyse der Anforderungen
  • Entwicklung und Integration kantonsspezifischer Erweiterungen
  • Anbindung an bestehende Fach- und Umsysteme
  • Unterstützung bei Einführung, Schulung und Inbetriebnahme

 

Die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden

Die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden ist Abraxas-Kundin seit 2005. Sie ist verantwortlich für die Veranlagung von rund 185 000 steuerpflichtigen natürlichen Personen im Kanton. Zu ihren Aufgaben gehören die Festsetzung und Erhebung der Staats- und Gemeindesteuern, der Kapitalleistungen sowie der direkten Bundessteuer. Die neue Veranlagungslösung TAX Veranlagung NP wird von rund 200 Mitarbeitenden eingesetzt.

Adriano Kollegger, Abteilungsleiter ICT der Steuerverwaltung des ­Kantons Graubünden
« Die enge Zusammenarbeit zwischen Abraxas und der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden hat sich sehr positiv auf die Ziel­erreichung und die Qualität ausgewirkt. »

Adriano Kollegger, Abteilungsleiter ICT der Steuerverwaltung des ­Kantons Graubünden

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