IBM macht sich Gedanken zu E-Health in der Schweiz
Gestern Montag präsentierte IBM seine Gedanken zu E-Health in der Schweiz. Die Präsentation war das Ergebnis eines Workshops vom 3. Juli, in dem eine Reihe von IBM-Mitarbeitenden, Personen aus dem Gesundheitswesen und Politik diskutierten. Thema war die im Juni vom Bundesrat verabschiedete E-Health-Strategie. Diese sieht in ihrem Kern die Einführung eines persönlichen elektronischen Patientendossiers vor. Diese Forderung werfe allerdings eine Reihe von Fragen auf, war sich die Runde einig: Wie etwa kann man garantieren, dass sämtliche Behandlungen lückenlos erfasst werden? Wie sichert man die Nachvollziehbarkeit, die gerade zur Verhinderung von Fehlmedikation wichtig ist? Welche Daten müssen oder dürfen im Hinblick auf die Langezeitarchivverwaltung verwaltet und archiviert werden – und wie lange? Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer, dass grundlegende rechtliche Standards – wie beispielsweise über Personenidentifikation und Authentifikation – vom Bund gesetzt werden müssen. Dies habe nichts mit Monopolisierung zu tun.
Der Bund will auch bis 2009 eine Versichertenkarte einführen, die Informationen wie Blutgruppe oder Allergien speichert. Doch die Einführung, die schrittweise zum elektronischen Patientendossier ausgebaut werden soll, stösst bei vielen auf Widerstand. Sie bringe kein Mehrwert und koste viel, meinte etwa Markus Nufer, bei IBM Verantwortlicher für Governmental Programms.
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