IP–Revolution birgt Risiken für Telcos

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von mfr@netzwoche.ch
Mobile-Breitband- und Internet-Protokoll-Technologien rücken zunehmend in den Mittelpunkt der Geschäftsstrategien von traditionellen Telekommunikationsunternehmen und treiben sie in Geschäftsfelder, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Dazu werden die Telcos in den nächsten Jahren Milliarden ausgeben, glaubt der Marktforscher Gartner. Allerdings bestehe die Gefahr, neue Geschäftsfelder zu beackern und dabei zu scheitern. Als prominente Beispiele für diese Entwicklung nennt Gartner Telecom Italia, BT und die koreanische SK Telecom. Telecom Italia hat sich kürzlich über Verträge mit Fox, MGM and Sony zum Medienverlag umpositioniert. BT Global Services tritt mit Unterstützung von HP als Anbieter für integrierte IT-Dienstleistungen auf. Und SK Telecom versuche über den Aufkauf des grössten koreanischen Musiklabels YBM Seoul Records in den Markt der Content-Produzenten einzudringen. Gartner erwartet, dass mehr als die Hälfte dieser strategischen Neuausrichtungen scheitern werden. Dies, weil viele Telcos nur über beschränkte Kundeninformationen verfügen und weil sie oft von den neuen Geschäftsmodellen überfordert würden. "Es reicht nicht, bloss ein paar neue Media- oder IT-Executives anzustellen, um in diesen neuen Märkten erfolgreich Fuss fassen zu können", meint Martin Gutberlet, Research VP bei Gartner. Gartner empfiehlt darum den Telcos, sich auf ihre angestammten Dienste zu konzentrieren, diese zu verbessern und die bestehende Kundenbasis besser auszunutzen.