ISPs vergraulen Intensivnutzer

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Was in diversen User-Foren bereits seit dem Frühling diskutiert wird, hat nun der Kassensturz einem breiteren Publikum bekannt gemacht. Gewisse Provider denken darüber nach, ihre Intensivnutzer zu vergraulen und zur Kündigung zu zwingen.
Am Beispiel des Solnet-Kunden Alfred Niederberger, der sich vor allem Filme aus dem Internet herunterlädt, demonstriert der Kassensturz, dass Solnet die Geschwindigkeit bei Niederberger zeitweilig 100-fach herunterschraubt.
Ein Blick auf Foren von Superspeed, blogg.ch und Kassensturz zeigt, dass es sich im beschriebenen Fall nicht um eine Ausnahmeerscheinung handelt. Demnach ist die angeprangerte Geschäftspraxis von Solnet auf die Überbuchung von Bandbreite durch den Provider zurückzuführen. In einer Stellungnahmen vom 25. April 2006 auf Blogg.ch erklärt Solnet, dass der Grund für das Problem des Überbuchens bei den hohen Preisen von Swisscom Fixnet Wholesale liege: "Swisscom preist die neuen Speeds jeweils als kostenneutral an und gewährt dem ISP nur eine kleine Reduktion auf dem Backhaul-Traffic. Solange Swisscom die Preise für Backhaul-Traffic auf diesem hohem Niveau hält, bleiben noch technische Massnahmen. Solnet versucht mit verschiedenen Ansätzen, den Verkehr gerechter über die Kunden zu verteilen. Für den Intensivnutzer kommt das einer zeitweisen Reduktion der verfügbaren Bandbreite gleich. Im Prinzip gilt: Es hat, solange es hat. Im Endeffekt steht den Intensivnutzern immer noch viel mehr Traffic zur Verfügung als den anderen Kunden."