Jeder dritte User hat für Online-Content bezahlt

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35 Prozent der deutschsprachigen Internet-Nutzer haben schon einmal für Online-Content bezahlt. Mindestens zehnmal Online-Content gekauft haben jedoch nur sieben Prozent der Gesamtnutzerschaft. Zu diesem Schluss kommt die 15. WWW-Benutzer-Analyse W3B von Fittkau & Maass Consulting GmbH. Die Gruppe der fleissigen Content-Käufer sei durch erfahrene Nutzer gekennzeichnet, die das Internet sehr intensiv sowie oft zum Einkaufen und beruflich einsetzen. Zudem falle diese Gruppe durch hohe Anteile von Männern sowie älterer Nutzer auf. In der Kernzielgruppe der aktiven Nutzer haben 57 Prozent innerhalb des gesamten letzten Jahres weniger als 100 Euro ausgegeben. Am meisten User griffen für die Nutzung von Archiven und Datenbanken in die Tasche. Dahinter folgen Testberichte, Software, redaktionelle Artikel, Studien, Musik und Erotik. Das am häufigsten verwendete Zahlungssystem im Bereich Micro-Payment war click&buy von Firstgate vor Paybox (das den Betrieb einstellen wird) und T-Pay. Die Langzeitstudie von Fittkau & Maass zeigt, dass die Bereitschaft der User, für Online-Inhalte zu bezahlen, auch im Herbst 2002 erneut gestiegen ist. In der Befragung zwischen 7. Oktober und 11. November hatten immerhin 55,8 Prozent der Internetnutzer eine grundsätzliche Zahlungsbereitschaft signalisiert, im Frühjahr 2002 waren es noch 53,5 Prozent, im Herbst 2001 nur 35,9 Prozent. Bei den Online-Zeitungen würden allerdings 51 Prozent die ausschliessliche Finanzierung über Werbung bevorzugen, nur ein Zehntel ist der Meinung, dass Online-Zeitungen über Nutzungsgebühren finanziert werden sollten. 17,1 Prozent der befragten User outeten sich als Träumer und meinten, diese Angebote sollten werbe- und kostenfrei sein.