Kazaa-Betreiber spielen Trumpfkarte

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Seit Monaten liegen sich die grossen Player der amerikanischen Unterhaltungsindustrie und der Betreiber der Musiktauschbörse Kazaa, Sharman Networks, in den Haaren. Erst letzte Woche hat ein amerikanischer Bundesrichter eine Klage der RIAA gegen Sharman gutgeheissen. Nun verklagt Sharman Networks die US-Musikindustrie wegen Verstosses gegen die amerikanische Anti-Trust-Gesetzgebung: Wie die Branchenzeitung cnet News.com berichtet, habe Sharman wiederholt versucht, Verträge über den legalen Vertrieb von Musik im Internet abzuschliessen. Sharman erklärte, dass diese Bestrebungen von den grossen Entertainment Companies sabotiert wurden, um sich der unerwünschten Konkurrenz zu entledigen. Denn kleinere Firmen seien durchaus an solchen Verträgen interessiert gewesen, nur habe die Musikindustrie insgesamt den Abschluss dieser Verträge blockiert, um das eigene Monopol nicht zu gefährden. Dieses Verhalten müsse zuerst untersucht und korrigiert werden, bevor die Klage gegen den Betrieb von Kazaa vor Gericht weiter verhandelt wird, fordert nun Sharman Networks. Sharman sei nämlich ursprünglich durchaus mit legalen Verbreitungsabsichten gegründet worden.