KPMG-Audit findet erhebliche Mängel bei der Bundesgerichts-IT
Ein Audit des Wirtschaftsprüfers KPMG stellt erhebliche Mängel in der Informatik des Schweizer Bundesgerichts fest. Dies schrieb die Neue Zürcher Zeitung in der Ausgabe von gestern Mittwoch. Demnach treten beim obersten Gericht in Lausanne immer wieder Black Screens auf. Das Problem sei schon länger bekannt. Die Benutzer hätten sich inzwischen damit abgefunden. Sie starten ihren Computer einfach neu und erstatten dem Helpdesk keine Meldung, was die Auswertung des 192'000 Franken teueren Audits erschwert habe.
Auch die Sicherheit sei mangelhaft, stellt KPMG fest: Die überprüften Systeme seien nicht auf dem aktuellsten Patch-Stand. Dies widerspreche der Richtlinie „Massnahmen zum IKT-Sicherheitskonzept für die Eidgenössischen Gerichte“ und könne das System für Hacker angreifbar machen.
Trotz dieser Mängel beurteilt das Audit die IT des Schweizerischen Bundesgerichts insgesamt als zweckmässig, wirtschaftlich und zukunftsorientiert. Wie das Bundesgericht auf seiner Website schreibt, werde man aufgrund dieser positiven Ergebnisse an der Informatik festhalten.
Der Bericht über das Audit der Firma KPMG kann über die Medienstelle des Bundesgerichts bezogen werden.
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