Kuonis Onlinegeschäft wächst – CEO Armin Meier setzt jedoch auf Flag Ship Stores

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von sst@netzwoche.ch
2006 schrieb Kuoni wieder schwarze Zahlen und verbuchte mit 116,7 Millionen Franken das gemäss eigenen Angaben höchste je erzielte Konzernergebnis. 2005 musste der Reiseanbieter noch ein negatives Ergebnis von -42,0 Millionen Franken hinnehmen, dies bedingt durch Sondereffekte. Das Internetgeschäft legte ebenfalls zu: 2006 wurden 11 Prozent der Endkunden-Buchungen online abgewickelt, 2005 waren es noch 8 Prozent. Dafür sank der Verkauf über Call Center im Jahr 2006 auf einen Anteil von 18 Prozent, 2005 lag er bei 20 Prozent. "Unabhängig von all diesen technologischen Fortschritten und Möglichkeiten glauben wir für den Verkauf von Ferienreisen nicht an die vollständige Ablösung der bestehenden Verkaufskanäle durch Internetportale", meinte allerdings Kuoni-CEO Armin Meier an der Bilanzkonferenz. Denn im selben Masse, wie das Internet beim Ferienbuchen komfortabler werde, nehme die Komplexität der Ferienwünsche der Kunden zu. "Diese Komplexität kann das Internet als blosse Verkaufsplattform nicht alleine bewältigen: Die Beratungsleistung ist und bleibt von zentraler Bedeutung", so Meier. Deshalb will Kuoni 2007 die Präsenz vor Ort weiter verstärken und das Netz der Reisebüros durch Kuoni-Flagship-Stores ergänzen.
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