Media Focus: kein Trendvergleich fürs Internet
Media Focus hat in einer mit den Vermarktern abgestimmten Pressemitteilung die aktuellen Daten für Internetwerbung genauer erklärt. Die aktuell gemeldeten Werte für das Medium Internet entsprechen nicht der tatsächlichen Entwicklung im Markt heisst es darin. Einerseits konnten zahlreiche grössere Eigenvermarkter als Datenlieferanten neu hinzu gewonnen werden, andererseits einigten sich Media Focus und die Vermarkter auf eine standardisierte Datenlieferung sowie die Bewertung der einzelnen Schaltungen. Die gemeldeten Werte sind neu alle brutto fakturiert. Doppellieferungen werden neu ausgeschlossen. Von besonderer Bedeutung für die Bewertung der aktuellen Zahlen ist die methodische Umstellung auf eine exakte zeitliche Abgrenzung der Auftragswerte in die jeweiligen Berichtsmonate. Dies, so die Erklärung von Media Focus und der Vermarkter, führe kurzfristig zu einer Verringerung der Werbevolumen im Umstellungszeitraum. Dieser Effekt werde innerhalb der nächsten sechs Monate neutralisiert. Zum Beispiel habe Media Focus aktuell gelieferte Werbeaufwendungen in Höhe von über 800.000 Franken zurückbehalten, die für den Februar oder März bestimmt sind und vor der Umstellung einfach in den aktuellen Monat verbucht worden wären. Für den Monat Januar nur 372000 Franken ausgewiesen. Momentan könne deshalb kein Trendvergleich zum Vorjahr durchgeführt und die ehemals gelieferten Vorjahreswerte nur als qualitativ unzureichend im Sinne der neuen Regeln beurteilt werden, heisst es in der Medienmitteilung. Auch bei den Januarzahlen 2003 fehlen weiterhin die Daten wichtiger grosser Werbeplattformen. In der Medienmitteilung von Media Focus heisst es dazu, dass Verhandlungen für Google.ch und Bluewin noch ausstünden. Search.ch habe Bereitschaft zur Teilnahme am Projekt signalisiert. Und wenn dereinst die Zahlen der Werbereisen Bluewin und Search.ch in die Daten von Media Focus einfliessen, ist ein Vergleich mit de Vorjahr ohnehin nicht mehr möglich.
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