Musikdownload ist nicht schlecht für CD-Geschäft

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Der Download von digitaler Musik aus dem Internet, etwa via Tauschbörsen, ist in keiner Weise für den 15-prozentigen Verkaufsrückgang bei Musik-CDs in den letzten zwei Jahren verantwortlich. Gemäss einer aktuellen Studie des Marktforscher Forrester konnte bei der Untersuchung des Musikkonsumverhaltens von rund 1000 Internetusern unter anderem festgestellt werden, dass gerade jene, die am meisten downloaden, auch am meisten kaufen. Als wahre Gründe für den Rückgang nennt Forrester die anhaltend schlechte Wirtschaftslage, sowie die massiv gestiegenen DVD- und Videogame-Verkäufe. Und auch ein Heilmittel für die Musikindustrie hat Forrester im Köcher: Die Lösung heisst – Überraschung! - Verkauf über das Internet. Vorraussetzung für den Erfolg sei allerdings, dass auf verschiedenen Plattformen die Titel aller Labels verfügbar seien, sowie dass die User die Form der Bezahlung auswählen können; also entweder im Abo oder für einzelne Tracks. Ausserdem werde der Erwerb von Musik über das Internet erst erfolgreich sein, wenn der Nutzer das Recht erhält, die Musik, die er kauft zu kopieren und falls erwünscht zu brennen. Forrester spricht in diesem Zusammenhang von einer Music Bill Of Rights, also von Menschenrechten für Musikhörende. Der Marktforscher schätzt, dass im Laufe der nächsten fünf Jahre downloadbare Musik etwa auf Portalen wie Yahoo oder in Online-Shops wie Amazon zu haben sein werden, und dass der Umsatz damit im selben Zeitraum auf zwei Milliarden Dollar anwachsen wird.