Napster soll kostenpflichtig werden

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Bertelsmann-Chef Thomas Middelhof hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos verkündet, dass die Nutzung der Musiktauschbörse Napster ab Juni oder Juli 2001 gebührenpflichtig werden soll. Nachdem Bertelsmann im Oktober 2000 Napster übernommen hat, versucht der Gütersloher Konzern den anderen grossen Musikkonzernen die Plattform schmackhaft zu machen. Bisher sind erst die zu Bertelsmann gehörende BMG sowie die Plattenfirmen Edel Music und TVT Records an einer Zusammenarbeit mit Napster interessiert. Gemäss Bertelsmann seien die Gespräche mit weiteren Musikfirmen aber in vollem Gange. Middelhof ist überzeugt, die Napster-Nutzer seien bereit eine Abogebühr zu bezahlen. Eine Umfrage unter 20000 Napster Usern habe gezeigt, dass die Bereitschaft zum Bezahlen da sei. Zur Zeit hat Napster 56 Millionen registrierte User, von denen 1,6 Millionen zu jeder Zeit Daten und vor allem Musikstücke tauschen. Bertelsmann will mit den Gebühren sicherstellen, dass die Musikfirmen und Künstler weiter an den kopierten Musikstücken verdienen.