Partner-Post Fachbeitrag von Cisco

Sichere Netzwerke – das Fundament für das KI-Zeitalter

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von Enrico Mercadante, VP, EMEA Networking, Cisco

Während Unternehmen sich darauf vorbereiten, künstliche Intelligenz einzuführen, um bestehende Geschäftsprozesse zu transformieren und neue zu etablieren, geraten ihre Netzwerke stärker unter Druck als je zuvor. Gleichzeitig steigen Häufigkeit, Umfang und Komplexität von Cyberangriffen kontinuierlich an. Die Widerstandsfähigkeit von Netzwerken ist damit zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor geworden. Sichere, resiliente Netzwerke prägen die Zukunft – und bestimmen, wie gut Unternehmen für kommende Herausforderungen aufgestellt sind.

(source: Cisco)
(source: Cisco)

1. Eine Bedrohungslage im permanenten Wandel

Globale Netzwerke stehen seit Jahren im Fokus von Angriffen. Neuere Attacken sind jedoch deutlich ausgefeilter und erfolgen mit bislang unbekannter Geschwindigkeit. Dennoch setzen viele Unternehmen weiterhin auf veraltete Infrastrukturen. Untersuchungen zeigen, dass weltweit 48 Prozent aller Netzwerkressourcen als überaltert oder obsolet gelten. Diese Altlasten schaffen Angriffsflächen, die Cyberkriminelle gezielt ausnutzen. Klassische Massnahmen wie regelmässiges Patchen und Wartung reichen längst nicht mehr aus – es braucht einen grundlegenden strategischen Neuanfang.


Die wirtschaftlichen Folgen sind erheblich: Laut Studien verursacht bereits ein einziger schwerwiegender Netzwerkausfall pro Unternehmen und Jahr weltweit kumulierte Verluste in Höhe von rund 160 Milliarden US-Dollar. Ursachen sind unter anderem Netzwerküberlastungen, Cyberangriffe und fehlerhafte Softwarekonfigurationen.


Dieses steigende Risiko zwingt Unternehmen dazu, ihre Netzwerkarchitekturen neu zu denken und gezielt auf Resilienz auszurichten. Ziel ist es, die Angriffsfläche konsequent zu verkleinern, Standardschutzmechanismen zu stärken, veraltete Funktionen zu entfernen und moderne Sicherheitslösungen bereitzustellen, die den Schutz sensibler Daten verbessern und eine schnellere Erkennung von Bedrohungen ermöglichen.


2. Komplexität als unterschätztes Sicherheitsrisiko

Moderne Netzwerke bestehen häufig aus einer Vielzahl von Lösungen und Services unterschiedlicher Anbieter. Diese gewachsene Komplexität kann selbst erfahrene IT-Teams an ihre Grenzen bringen. In der Praxis führt sie nicht selten zu Sicherheitslücken – insbesondere dann, wenn sichere Konfigurationen nicht durchgängig umgesetzt oder dauerhaft eingehalten werden. Vereinfachung und Automatisierung sind daher für viele Unternehmen zu zentralen Erfolgsfaktoren geworden.


Gefragt sind Netzwerke, in denen sichere Konfigurationen, Protokolle und Funktionen standardmässig aktiviert sind und sich dynamisch an veränderte Anforderungen anpassen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an KI-gestützten Systemen, die die Fehlerbehebung unterstützen und Administratoren frühzeitig auf unsichere Praktiken hinweisen. So lassen sich veraltete Vorgehensweisen schrittweise ablösen, die den heutigen Sicherheitsanforderungen nicht mehr gerecht werden. 


3. Sicherheit als Standard: höhere Schutzanforderungen für Netzwerkgeräte


Sicherheit darf bei Netzwerkgeräten kein nachträglicher Gedanke sein. Während Netzwerkinfrastrukturen früher weniger intensiv überwacht wurden als andere IT-Bereiche, haben sie sich heute zu einem zentralen Kontrollpunkt für das Risikomanagement entwickelt. Unternehmen müssen Bedrohungen nicht nur schnell erkennen, sondern auch reagieren, bevor Schwachstellen ausgenutzt werden können. Dafür ist es unerlässlich, die Angriffsfläche zu minimieren, unsichere Alt-Funktionen zu eliminieren und moderne Erkennungs- und Reaktionsmechanismen zu implementieren.


Aktuelle Weiterentwicklungen ermöglichen es IT-Teams, Bedrohungen in Echtzeit zu begegnen – häufig sogar, bevor ein entsprechender Patch verfügbar ist. Das reduziert Ausfallzeiten, erhöht die Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur und sorgt für ein deutliches Plus an Planungssicherheit.


4. Secure Networking: das Fundament für das KI-Zeitalter

Mit dem rasanten Wandel der digitalen Welt benötigen Unternehmen Infrastrukturen, die Innovation nicht nur ermöglichen, sondern gleichzeitig ein stabiles und zukunftssicheres Fundament bieten. Angesichts schnell wachsender KI-Workloads und der absehbaren Bedeutung des Quantencomputings steigt der Druck, Netzwerke so auszulegen, dass sie sensible Daten auch vor neuen, bislang unbekannten Bedrohungen schützen.


Die nächste Generation der IT-Sicherheit erfordert Netzwerke, die Identitätsmanagement, umfassende Transparenz, integrierte Erkennungs- und Schutzmechanismen sowie ein vereinfachtes Management nahtlos miteinander verbinden. Gleichzeitig müssen fortschrittliche Technologien wie die Post-Quanten-Kryptografie berücksichtigt werden. Secure Networking bildet die architektonische Grundlage für diese Anforderungen. Durch die enge Verzahnung von Netzwerk und Sicherheit gewinnen Unternehmen tiefere Einblicke, besseren Schutz und eine deutlich geringere Komplexität, um ihre Infrastruktur gezielt auf das KI-Zeitalter auszurichten.


Handeln für eine resiliente Zukunft


Die Zukunft von Sicherheit und Vertrauen wird durch die Entscheidungen bestimmt, die Unternehmen heute treffen. Entscheidend ist es, bestehende Infrastrukturen systematisch zu analysieren, Schwachstellen zu identifizieren und die Modernisierung konsequent voranzutreiben – sowohl mit Blick auf aktuelle Risiken als auch auf zukünftige Entwicklungen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen IT-, Sicherheits- und Netzwerkteams ist dabei unverzichtbar, um Risiken effektiv zu steuern und der dynamischen Bedrohungslage stets einen Schritt voraus zu sein.


Dazu gehört, sich von überholten Technologien zu verabschieden, Secure Networking als strategischen Ansatz zu etablieren, Konfigurationen zu standardisieren und zu automatisieren, den gesamten Lebenszyklus des Netzwerks zu berücksichtigen und schrittweise KI-gestützte Funktionen zu integrieren.


Der Aufbau einer resilienten und sicheren digitalen Basis ist heute keine Option mehr, sondern eine zentrale geschäftliche Notwendigkeit.
 

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