Nationale E-Health-Strategie stösst auf Ablehnung
Die erste Schweizer E-Health-Strategie, die zurzeit bei den verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen in Anhörung ist, stösst mehrheitlich auf Ablehnung.
"Man redet über Kommunikationsinstrumente, aber nicht über die Sache", bemängelt etwa Bernhard Wegmüller, Geschäftsführer des Spitaldachverbands H+. Ein anderes grosses Problem sieht Wegmüller darin, dass, wenn es nach dem Strategiekonzept geht, die Investitionen und der Nutzen nicht am gleichen Ort anfallen.
"Wir stellen uns Fragen zur Praktikabilität der Strategie", kritisiert Judith Wagner, Leiterin E-Health beim Ärzteverband FMH. Sie spricht von Selbstzweck, wenn gemäss der Strategie bis 2010 alle Akutspitäler und 50 Prozent der Arztpraxen elektronische Krankengeschichten führen sollen. "Damit ist noch kein Behandlungsprozess verbessert", so Wagner. "Eine Verbindung zwischen den Teilzielen und dem, was man insgesamt erreichen will, wird nicht deutlich."
Einzig Santésuisse, der Dachverband der Krankenversicherer, begrüsst die Strategie. "Die E-Health-Strategie geht in die richtige Richtung", erklärt Santésuisse-Sprecher Peter Marbet. "Was aber noch fehlt, ist ein detaillierter Umsetzungsplan, damit wir uns konkret damit auseinander setzen können."
Der Bundesrat nennt drei Handlungsfelder, in denen E-Health vorangetrieben werden soll: Er will nächstes Jahr eine Versichertenkarte einführen. Er will bessere und sichere Online-Informationen bereitstellen. Und er will die E-Health-Strategie weiterentwickeln.
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