Netzkunst-Ausstellung: install.exe/Jodi

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Sie simulieren Fehlermeldungen, Viren und Computerabstürze. Lassen unaufhörliche Ströme von knallbunten Hieroglyphen den Bildschirm überfluten. Beleben tote Programmsprachen wieder. In Jodis Arbeit geht es um das, was hinter der vertrauten Oberfläche des Browsers liegt, um den Code. Und es geht um die Dialektik von Mensch und Technologie, von Kontrollieren und kontrolliert werden: Jodi macht diese Dinge erfahrbar, lässt uns in irritierenden Systemen navigieren, und lässt uns dort auch unsere eigene Blindheit erkennen. Dieser Beschrieb führt zu einer ersten Annäherung an die erste umfassende Einzelausstellung und -Printpublikation von Jodi, dem holländisch-belgischen Künstlerduo Joan Heemskerk und Dirk Paesmans, die ab 18. September in Basel präsentiert wird. Heemskerk Paesmans sind Pioniere der Netzkunst. Sie gehörten 1994 zu den ersten, die sich mit Internet und dem World Wide Web als künstlerisches Medium auseinandergesetzt haben. Fast gleichzeitig mit dem Erscheinen des Mosaic-Browsers, der ersten Software zur Navigation durch das World Wide Web, begannen sie ihre Website aufzubauen, die sie bis heute ununterbrochen umarbeiten und weiterentwickeln. Neben der Website www.jodi.org haben sie inzwischen ein knappes Dutzend weiterer Arbeiten für das World Wide Web entwickelt. Ausserdem haben sie vier CD-Roms mit künstlerischerer Software und eigenen Versionen von Computerspielen geschaffen, die per Netz und als Beilage von Kunst- und Internet-Zeitschriften in der ganzen Welt verbreitet worden sind. Mit der Ausstellung install.exe sabotieren Jodi nun die vermeintliche Gewissheit, dass ihre Kunst nur auf dem Internet stattfinden kann: Sie präsentieren ihr Werk in Form einer Ausstellung im physischen Raum, zwischen dem 18. September und dem 27. Oktober 2002 im Basler [plug in], am St.Alban-Rheinweg 64. [plug in] ist ein international orientiertes Pilotprojekt, das innovative Beiträge zur Erweiterung des künstlerisch experimentellen Umgangs mit neuen Medien initiiert, unterstützt und vermittelt.