Neuer Telekom-Chef peilt Entschuldung an

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Der scheidende Telekom-Vorstandschef Helmut Sihler, sein Nachfolger Kai-Uwe Ricke sowie Finanz-Vorstand Kai-Gerhard Eick erläuterten heute vor der Presse in Bonn die Neun-Monats-Zahlen. Vorher hatte der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom Ricke einstimmig zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. In den ersten neun Monaten 2002 hat die Telekom ihren Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum 2001 um zwölf Prozent von 35 Milliarden auf 39,2 Milliarden Euro erhöht. Das Konzern-EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) verbesserte sich bereinigt um Sondereinflüsse um 5,6 Prozent von 11,3 Milliarden auf zwölf Milliarden Euro. Dieser starken operativen Entwicklung steht neben einer leichten Reduzierung der Nettoverschuldung auf 64 Milliarden Euro auch ein Konzernfehlbetrag von rund 24,5 Milliarden Euro gegenüber. Dieser Fehlbetrag sei hauptsächlich bedingt durch ausserplanmässige Abschreibungen bedingt, heisst es in einer Medienmitteilung der Telekom. Unsere Zukunft heisst Entschuldung und Wachstum, betonte der neu gewählte Vorstandsvorsitzende Ricke. Die Vier-Säulen-Strategie des Unternehmen sehe unter anderem vor, dass die Festnetzsparte T-Com ihren Cash-flow unter anderem durch eine konsequente Vermarktung breitbandiger Angebote in allen Kundensegmenten und durch massive Einsparungen bei den Investitionen maximiere. Das Systemhaus T-Systems soll sich auf bestimmte Märkte fokussieren und für eine weitere Internationalisierung mögliche Partner ins Boot holen. T-Online und T-Mobile sollen ihren Weg des cash-optimierten Wachstums fortsetzen. Bei T-Online spiele in diesem Zusammenhang die Positionierung als Internet-Medienhaus die entscheidende Rolle. T-Mobile als einer der größten Anbieter weltweit werde vor allem die mobile Datenübertragung als Wachstumsquelle forcieren. Die Telekom strebt des weiteren bis Jahresende 2005 einen Abbau von insgesamt 54700 Stellen brutto bzw. 43400 Stellen netto an. 12200 Stellen sollen im Ausland abgebaut werden.