Neues Rechenzentrum in der Schweiz: SWIFT reagiert auf Datenschutzvorwürfe
Die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT) baut in der Schweiz ein neues Rechenzentrum. Das SWIFT-Netzwerk ist eine IP-basierte Plattform, über die rund 8'100 Finanzinstitutionen weltweit kommunizieren und Daten austauschen.
Ausschlaggebend für die Standortwahl Schweiz sei die fortschrittliche IT-Infrastruktur, die Verfügbarkeit gut ausgebildeten Personals und angemessene Datenschutzgesetze, teilt SWIFT mit.
Der Aufbau eines Datenverarbeitungszentrums in der Schweiz ist auch eine Reaktion auf die Kritik europäischer Datenschützer: Als vor 15 Monaten bekannt wurde, dass SWIFT Informationen über internationale Geldtransfers direkt an die USA weiterleitet, fürchteten diese, dass dadurch die US-Sicherheitsbehörden auf sensible Informationen zugreifen könnten.
Zudem möchte SWIFT mit dem Neubau die Verarbeitungskapazität der Systeme verbessern, eine höhere Ausfallsicherheit erreichen und Kosten einsparen.
Daneben werden zwei getrennte „Verarbeitungszonen“ für Europa und Transatlantik gebildet und in Hongkong ein neues Führungs- und Kontrollzentrum errichtet.
Die Migration schafft insgesamt 50 neue Arbeitsplätze in Europa und Asien und soll bis Ende 2009 abgeschlossen sein.
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