Nun sitzt Intel auf der Anklagebank der EU-Wettbewerbshüter
Microsoft muss 497 Millionen Euro Bussgeld bezahlen, nun muss sich Intel wegen mutmasslichen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung vor den europäischen Wettbewerbshütern in Brüssel verantworten. Die Anhörung begann gestern Mittwoch und dauert bis heute. Bis ein Entscheid gefällt wird, kann es aber noch eine Weile dauern. Im Fall Microsoft verstrichen knapp vier Jahre von der offiziellen Eröffnung des Verfahrens bis zur Verhängung der Geldbusse.
Auch im Fall Intel, teilte die Kommission mit, werde ein Entscheid nicht unmittelbar nach Ende der Anhörung gefällt.
Das Verfahren wurde im Juli 2007 offiziell eingeleitet. Der Vorwurf: Intel soll den Konkurrenten AMD mit illegalen Praktiken vom Markt für Computerprozessoren ferngehalten haben. Intel weist diese Vorwürfe zurück.
Im schlimmsten Fall für Intel könnte die Strafe bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes betragen, der 2007 fast 40 Milliarden US-Dollar betrug.
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