Österreich versteigert WLL-Frequenzen

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Die österreichische Telekom-Control-Kommission (TKK) hat gestern, den 7. Juli, ein Frequenzvergabeverfahren für Richtfunkverteilsysteme (WLL) im 3,5 GHz-Bereich gestartet. Zur Vergabe gelangen in sechs verschiedenen Regionen 17 Frequenzpakete mit unterschiedlichen Bandbreiten und Nutzungsbedingungen. Die Frequenzpakete sind für die Anbindung von Endkunden per Funk im Rahmen der Erbringung öffentlicher Kommunikationsdienste vorgesehen, heisst es in der offiziellen Mitteilung der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH. Ziel der Versteigerung ist die Verbreiterung des Angebotes an Datendiensten ausserhalb von Grossstädten. "Wireless Local Loop (WLL) kann insbesondere Randgebiete rasch und flächendeckend versorgen und damit die Breitbandpenetration in bislang schlecht versorgten Gebieten steigern", erläutert Dr. Georg Serentschy, Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH, die Vorteile von Richtfunkverteilsystemen. Bereits 2001 waren in Österreich WLL-Lizenzen im 26-GHz-Band vergeben worden, doch diese lägen bis heute brach, da die Lizenznehmer nie am Markt aktiv geworden seien, schreibt dazu heise online. Damit sich diese Situation nicht wiederholt, wird den neuen Lizenznehmern auferlegt, in einer bestimmten Anzahl von Gemeinden Sender zu errichten. In diesen frei wählbaren Gemeinden müssen bis Ende 2007 insgesamt 20 Prozent und bis 2008 30 Prozent der ansässigen Bevölkerung vom Empfangsbereich erfasst sein.