Phishing nimmt rasant zu – Browser gegen Phishing entwickelt

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Zwischen Juli und Oktober verzeichnete die Anti-Phishing Working Group eine durchschnittliche monatliche Zunahme der Phishing-Sites um 25 Prozent. Im Oktober zählt die Gruppe 1142 solcher Sites, deren durchschnittliche Lebenszeit im Oktober 6,4 Tage war. Die USA hostete im Oktober die meisten Phishing-Sites. Die beliebtesten Opfer von Phishing-Attacken sind mit 73 Prozent Kunden der Finanzdienstleistungsbereiche, gefolgt von Kunden von ISPs mit 14 Prozent und mit sieben Prozent Retail-Kunden wie etwa von eBay. Als Reaktion auf die Phishing-Plage will das britische Softwareunternehmen Deepnet Technologies am 1. Dezember einen Browser auf den Markt bringen, der Phishing-Sites erkennen soll. Derzeit steht die kostenlose Anwendung als Beta gratis zur Verfügung, allerdings ist die Anti-Phishing-Funktion noch nicht integriert. "Er wird versuchen, eine betrügerische Website zu erkennen und den Anwender warnen", beschreibt Deepnet-CEO Yurong Lin die Funktionsweise der Software. Sicherheitsexperten sind sich aber uneinig, ob eine solcher Phishing-Schutz tatsächlich Vorteile hat: Grundsätzlich sei ein Filter eine gute Idee, allerdings könne er einem User auch falsche Sicherheit vorgaukeln, denn auch der beste Phishing-Filter kann nicht alle neuen Betrügerseiten erkennen, erklärten etwa die Experten von Sohpos.