Schweiz weniger e-ready – wegen E-Government

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von mde@netzwoche.ch
Mit einem fünften Platz verliert die Schweiz im Vergleich zum letztjährigen E-Readiness-Ranking von IBM und The Economist zwei Plätze. Im Rahmen der Studie "The E-Readiness Ranking" wird jährlich in den 68 weltweit grössten Volkswirtschaften die Bereitschaft, in IT zu investieren und diese zu nutzen, untersucht. Die Schweiz verliert zwei Plätze, weil im Ranking das politische Umfeld und E-Goverment, sowie Bildung und Innovation stärker gewichtet wurden als zuvor. Die Spitze des Rankings bildet unverändert Dänemark gefolgt von den USA. Schweden und Hongkong haben die Schweiz überholt und belegen neu den dritten und vierten Rang. Die Schweiz liegt aber nach wie vor deutlich vor ihren direkten Nachbarn Österreich (Rang 11), Deutschland (Rang 19), Frankreich (Rang 22) und Italien (Rang 25). Den letzten Rang belegt neu der Iran, der im Vergleich zum Vorjahr vier Ränge verliert. Gesamthaft deuten die Zahlen des Rankings darauf hin, dass die digitale Kluft zwischen den verschiedenen Industrienationen immer kleiner wird. Der digitale Graben verkleinert sich aber zwischen reichen und armen Nationen. Ein Grund dafür sieht die Studie darin, dass immer mehr Surfer in der ganzen Welt, nicht mehr nur in den Industrienationen, über Breitbandanschlüsse ins Internet gehen können. Die Ranking-Kriterien der Studie sind (mit abnehmender Gewichtungsstärke): Annahme der Technik durch Konsumenten und Geschäftswelt, Connectivity und technische Infrastruktur, Politik und Weitsicht der Regierungen, geschäftliche Rahmenbedingungen, soziales und kulturelles Umfeld sowie rechtliche und politische Rahmenbedingungen.
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