Schweizer Börse eröffnet Untersuchung gegen Swisscom

Uhr | Aktualisiert
Die Schweizer Börse SWX hat gegen Swisscom eine Untersuchung eröffnet. In einer Mitteilung teilt die Schweizer Börse mit, der Grund sei eine mögliche Verletzung des Kotierungsreglementes, wonach Management-Transaktionen offengelegt werden müssen. Vorabklärungen hätten ergeben, dass bei der Einhaltung von Meldefristen das Kotierungsreglement verletzt worden sei.
Das Reglement sieht vor, dass Manager und Verwaltungsräte von börsenkotierten Unternehmen offen legen müssen, wann und in welchem Umfang sie Papiere ihres Unternehmens gekauft oder verkauft haben. Transaktionen ab 100'000 Franken müssen innerhalb von zwei Tagen dem Unternehmen gemeldet werden, dieses hat dann zwei Tage Zeit, die Informationen an SWX weiterzuleiten. Wer gegen diese Meldepflicht verstösst, nimmt eine Busse von bis zu 200'000 Franken oder sogar die Streichung der Kotierung des Unternehmens in Kauf, so das Reglement.
SWX erteilt über das laufende Verfahren keine Auskünfte und auch Swisscom hatte auf Anfrage der offiziellen Mitteilung nichts zu ergänzen.