Schweizer caatoosee-Niederlassung kauft sich frei

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Mit einem Management-Buyout hat sich die Schweizer Niederlassung des deutschen IT-Dienstleisters caatoosee rückwirkend auf den 1. April 2004 vom Mutterhaus gelöst. Philipp Oser, CEO der caatoosee Schweiz ag besitzt neu 100 Prozent der Aktienanteile am Unternehmen. Bisher verfügte das am Neuen Markt gelistete Stammhaus über eine 65-prozentige Mehrheit. Das nun selbständige Unternehmen mit über 50 Mitarbeitern und Hauptsitz in Reinach BL will sich auf IT-Dienstleistungen für Kunden in der Region Basel konzentrieren. Zwar besitzt caatoosee (Schweiz) auch eine Niederlassung in Dübendorf ZH, gemäss der Schweizer Pressesprecherin Nina Mangold "läuft dort aber nicht mehr viel". Trotzdem werde man den Standort vorläufig noch beibehalten. Der Name des Schweizer Unternehmens werde vorerst nicht geändert, so Mangold gegenüber dem NetzwocheTicker weiter. Das letzte Wort in dieser Angelegenheit dürfte jedoch noch nicht gesprochen sein, denn caatoosee (Schweiz) prüft derzeit den Zusammenschluss mit anderen IT-Unternehmen noch in diesem Jahr. Laut Pressesprecherin Mangold will man nach einem allfälligen Zusammenschluss auf 90 bis 110 Mitarbeiter anwachsen und einen Umsatz von über 20 Millionen Franken erreichen. Solche Wachstumspläne führten denn auch zur Trennung vom Mutterhaus: „Um unsere Vorwärts- und Wachstumsstrategie realisieren zu können, mussten wir unsere Eigenständigkeit zurück erlangen“, begründet Philipp Oser den MBO. Eine Begründung, die man im Mutterhaus durchaus versteht: Der Schritt sei nötig gewesen, heisst es in einer Pressemitteilung, da aufgrund der jüngsten Wachstumsstrategie des Schweizer Managements weitere Investitionen notwendig werden könnten. Solche hätten der Planung und Ausrichtung der caatoosee ag jedoch nicht entsprochen. Kein Wunder: Während die Schweizer Niederlassung in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2003/04 bei einem Umsatz von 3,9 Millionen Euro 140'000 Euro Gewinn vermelden konnte, musste caatoosee Deutschland einen Verlust von 5,2 Millionen Euro hinnehmen. Alle Brücken zwischen den nun eigenständigen Unternehmen sollen allerdings nicht abgebrochen werden. Gemäss Mitteilung des deutschen Mutterhauses werde die caatoosee ag nach dem MBO ihre Zusammenarbeit mit der caatoosee Schweiz ag im Rahmen einer Vertriebspartnerschaft fortsetzen.