Security-Spezialist: Identitätsdiebe könnten ebay lahm legen

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Der deutsche IT-Sicherheitsdienstleister it.sec GmbH & Co. KG warnt vor ungenügenden Sicherheitsvorkehrungen beim Online-Auktionshaus ebay. Nur mit einem Laptop und einem DSL-Anschluss sei es in wenigen Stunden während eines Wochenendes gelungen, dutzende von ebay-Accounts zu knacken, berichtet das Unternehmen. Viel habe es dazu nicht gebraucht: Über einen legalen ebay-Account wurde zunächst mit Hilfe einer kleinen Applikation aus verfügbaren ebay-Bewertungen eine umfangreiche Liste von über 120'000 ebay–Mitgliedsnamen erstellt. Ein weiteres Programm führte anschliessend mit einer kleinen Auswahl der gesammelten Namen und einer Liste weiblicher Vornamen sowie der Benutzererkennung selber Anmeldeversuche an ebay durch. Die so erhaltenen Daten könnten nicht nur zu einem Identitäts-Diebstahl verwendet werden, um im Namen des geschädigten Benutzers Käufe und Verkäufe durchzuführen. Für denkbar hält Holger Heimann, Geschäftsführer der it.sec und Lehrbeauftragter für „E-Commerce und ITSicherheit“ an der Fachhochschule Ulm, auch ein weitgehendes Lahmlegen von ebay durch automatisiertes Einkaufen mit gestohlenen Benutzerdaten: "Man könnte zum Beispiel ein Robot-Programm losschicken, welches Höchstgebote auf alles setzt, was ihm in die Quere kommt – natürlich in fremdem Namen." Heimann fordert von ebay eine bessere Führung der Kunden bei der Auswahl von Passwörtern. ebay müsse die Verwendung zu einfacher Passworte verhindern. "Zudem hätten wir erwartet, dass auch jemand Kenntnis von unseren plumpen Eindringversuchen nimmt“, wundert sich Heimann darüber hinaus. ebay sei von it.sec schon vor einigen Wochen über das Problem unterrichtet worden. Mittlerweile seien offenbar einige Änderungen durchgeführt worden, meldet das Unternehmen.