Sunrise strukturiert um und holt weiteren Ex-Swisscom-Manager

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von mfr@netzwoche.ch
Sunrise strukturiert um und schafft zwei neue Unternehmensbereiche, einen für Privatkunden und einen für Geschäftskunden. Die bisherige Organisation, die aus einer Aufteilung in Festnetz und Internet sowie Mobile bestanden hat, wird abgelöst. Zudem hat Sunrise mit Floris Alders nach Christoph Brand einen weiteren ehemaligen Swisscom-Manager verpflichtet. Die Reorganisation wird mit der zunehmenden Konvergenz von Mobile-, Festnetz- und Breitbanddiensten begründet. Die neue Abteilung Business Customers wird von Carl Wich geleitet, der bisher für den Bereich Festnetz und Internet verantwortlich war. Die Abteilung Residential Customers wird vorübergehend von Kurt Lüscher geführt, dem bisherigen Verantwortlichen für Mobile. Lüscher wird Sunrise im März 2007 verlassen und eine neue Herausforderung annehmen. Über seine Nachfolge will Sunrise zu einem späteren Zeitpunkt informieren. Floris Alders wurde zum neuen Strategiechef und Mitglied der Geschäftsleitung ernannt. Er wirkte zwischen 1997 und 2000 unter anderem als Leiter Konzernstrategie bei Swisscom, bevor er im Juli 2000 als Leiter Strategy und News Business Development zur Swisscom-Tochter Bluewin wechselte. Dort war er später auch Leiter Core Business und stellvertretender CEO. 2003 hat Alders Bluewin verlassen und war seither als selbständiger Unternehmensberater tätig. Zu einem von Mitarbeitern befürchteten und gerüchteweise kolportierten Stellenabbau in grossem Stil soll die Umstrukturierung nicht führen. "Ziel der Reorganisation ist die Stärkung der Fokussierung auf die beiden Kundensegmente Business und Residental", betont Sunrise-Sprecher Mathieu Janin. Er könne zwar nicht ausschliessen, dass die Reorganisation zu vereinzelten Doppelspurigkeiten vor allem auf Kaderebene führen wird. Doch zu personellen Massnahmen werde es nur in wenigen Fällen kommen. "Sunrise hat sich im Mai 2006 den veränderten Marktbedingungen angepasst und sich damals von 145 Mitarbeiter getrennt", so Janin. "Der heutige Bestand von 2'400 Mitarbeitern ist nur schon deshalb nicht gefährdet, weil wir diese Mitarbeiter benötigen, um unserem Geschäft nachzukommen."