Swisscom baut 2003 über 1000 Arbeitsplätze ab

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Die Swisscom hat gestern abend die Karten auf den Tisch gelegt und für dieses Jahr den Abbau von über 1000 Arbeitsplätzen angekündigt. Betroffen ist vor allem der Bereich der Geschäftskunden, wo die schwache Konjunktur und der anhaltend hohe Konkurrenzdruck laut Swisscom eine Reduktion der Stellen bedinge. Konkret sollen bei Enterprise Solutions rund 380 Stellen abgebaut werden, bei Swisscom Systems rund 470 Stellen und bei Swisscom IT Services rund 80 Stellen. Aber auch der Bereich Fixnet bleibt nicht verschont. Zur Stärkung der Marktposition sei hier ein Abbau von rund 200 Stellen notwendig. Am Hauptsitz (zentrale Bereiche) sollen ebenfalls rund 60 Stellen reduziert werden. Bloss im boomenden Bereich Mobile sollen im laufenden Jahr rund 140 Arbeitsstellen geschaffen werden. Den vom Abbau betroffenen Swisscom-Angestellten bleibt der schwache Trost, dass immerhin im Gegensatz zu vielen anderen ICT-Unternehmen ein recht grosszügiger Sozialplan besteht. Die Entlassenen erhalten bis zu einem Jahr den vollen Lohn und werden vom firmeneigenen Arbeitsmarktzentrum bei der Stellensuche und beruflichen Neuausrichtung unterstützt. Die Gewerkschaften Kommunikation und Transfair kritisieren den geplanten Stellenabbau und fordern von der Swisscom flankierende Massnahmen, um Entlassungen zu vermeiden. Gefordert werden unter anderem neue Arbeitszeitmodelle. Heute soll es Protestkundgebungen vor Swisscom-Gebäuden geben.