Swisscom: Gleichbleibender Umsatz bei weniger Gewinn
Im ersten Halbjahr 2004 brach bei Swisscom bei gleichbleibendem Umsatz der Betriebs- und Reingewinn ein: Der Umsatz stieg in diesem Zeitraum leicht um 0,4 Prozent auf 5 Milliarden Franken. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank hingegen im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Prozent auf 2,25 Milliarden Franken. Damit ging der Reingewinn um 20,5 Prozent auf 757 Millionen Franken zurück. Swisscom führt diesen Rückgang auf die beim Verkauf von debitel erfolgte Verbuchung der seit dem Kauf 1999 angefallenen Fremdwährungsdifferenz von 238 Millionen Franken zurück. Ohne Berücksichtigung von debitel ging der Reingewinn aber dennoch um 31 Millionen Franken zurück.
Damit liegt Swisscom unter den Erwartungen der Finanzanalysten.
Vor allem dank der unverändert stark zunehmender Zahl von Breitbandanschlüssen konnte Swisscom die Abnahmen in anderen Bereichen kompensieren: Der Umsatz bei den Anschlussgebühren stieg um 10,1 Prozent auf 923 Millionen Franken. Die ADSL-Anschlüsse verdoppelten sich gegenüber dem Vorjahr auf 656'000 Anschlüsse. Davon entfallen 389'000 Anschlüsse auf Retail-Kunden von Bluewin und 267'000 Anschlüsse auf Kunden von anderen Anbietern.
Das Segment Mobile steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozent auf 1'805 Million Franken. Dies vor allem Dank der gestiegenen Anzahl Teilnehmer: Die Zahl der Mobile-Kunden wuchs gegenüber dem Vorjahr um netto 223'000 auf 3,898 Millionen, laut Swisscom vor allem dank der Einführung von Vodafone live!.
Der Umsatz im Bereich Connectivity Data und Value Added Services stieg gegenüber dem Vorjahr um 12,9 Prozent. Der Umsatz des Segments Enterprise Solutions nahm dagegen gegenüber dem Vorjahr um 10,9 Prozent auf 491 Millionen Franken ab. Der Umsatz des Segments Fixnet stieg gegenüber dem Vorjahr schwach um 0,2 Prozent auf 2'296 Millionen. Der Umsatz des Segments "Übrige" (dazu gehören Swisscom Systems AG, Swisscom IT Services AG, Swisscom Broadcast AG, Billag-Gruppe und Swisscom Eurospot AG) sank um 2,9 Prozent. Laut Pressemeldung seien dafür die tieferen Umsätze von Swisscom Systems und Swisscom IT Services verantwortlich.
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