Swisscom schweigt zu Strafverfahren wegen Insiderhandels

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Wie die Sonntagszeitung berichtet, ist es bei Swisscom im letzten November zu verdächtigen Management-Transaktionen gekommen. Ein Verwaltungsrat habe zwei Tage vor dem Bundesratsentscheid, die Swisscom dürfe nicht ins Ausland expandieren, für 42'302 Franken Put-Optionen gekauft. Danach brach der Aktienkurs bekanntlich ein.
Bereits am 6. April hatte die Schweizer Börse SWX mitgeteilt, gegen Swisscom eine Untersuchung eröffnet zu haben. Der Grund sei eine mögliche Verletzung des Kotierungsreglementes, wonach Management-Transaktionen offengelegt werden müssen, schrieb SWX damals (der Netzwocheticker berichtete).
Der Leiter der Zürcher Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte, Christian Weber, bestätigte gegenüber den Medien, dass gegen ein Mitglied des Swisscom-Verwaltungsrats wegen Verdachts auf Insidergeschäfte an der Börse ermittelt werde. Einen Namen nannte er nicht.
Auf Anfrage diverser Medien nahm Swisscom heute Vormittag nicht Stellung zum Fall. Auch die Frage, ob das betroffene Verwaltungsratsmitglied bis zum Abschluss der Untersuchung suspendiert wurde, gab es offenbar keine Antwort.
Der Swisscom-Verwaltungsrat zählt zehn Mitglieder.