Symantec: Sieben von zehn Sicherheitslöchern stecken in Webapplikationen

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Privatanwender sind die hauptsächlichen Ziele von Internetattacken: 86 Prozent aller Angriffe des ersten Halbjahres 2006 richtete sich gegen private Personen. Dieses Resultat präsentiert der IT-Sicherheitsspezialist Symantec in seinem 10. Internet Security Threat Report. Die grösste Bedrohung gehe nicht mehr von sich rasant ausbreitenden Viren und Würmern, sondern von kleineren, gezielten Angriffen aus, die auf Betrug, Datendiebstahl und andere kriminelle Aktivitäten abzielten.
"Angreifer sehen private Computernutzer als das schwächste Glied in der Sicherheitskette an und davon wollen sie profitieren, interpretiert Olaf Lindner, Senior Director Consulting Services bei Symantec, diese Erkenntnis. Zum einen verfügten Heimcomputer über weniger umfassende Sicherheitstechnologien, zum anderen richteten sich Privatanwender weniger konsequent nach Sicherheitsregeln. Dadurch würden sie ein leichtes Ziel für gezielte Angriffe. "Heimanwender stellen eine lukrative Zielgruppe für den Diebstahl sensibler Daten dar, weshalb ein Grossteil der gezielten Attacken betrügerische Absichten hat", halten die Autoren des Reports fest.
Insgesamt hat Symantec im ausgewerteten Zeitraum 2'249 Sicherheitslöcher erfasst. Dies sind von 18 Prozent mehr als im 2. Halbjahr 2005. Besonders bedroht sind Webapplikationen: Sicherheitslöcher in Webanwendungen machten 69 Prozent aller dokumentierten Schwachstellen aus.