Telekom Austria-Swisscom: ÖIAG lässt Fusions-Deal platzen

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Gestern Donnerstagnachmittag teilten die österreichische Staatsholding ÖIAG und Swisscom unerwartet das Ende der TelekomAustria-Fusionsgespräche mit. Beide Parteien seien sich zwar einig über die Vorteile einer möglichen Zusammenführung, würden es jedoch unter den heutigen Umständen als nicht möglich sehen, eine den verschiedenen Interessen Rechnung tragende Lösung zu finden, erklärte Swisscom in einer Ad-Hoc-Pressemitteilung. Das Unternehmen verzichte deshalb darauf, den Aktionären von Telekom Austria ein Angebot zu unterbreiten. Der laut eigenen Aussagen enttäuschte Swisscom-CEO Jens Alder führt das Scheitern der Fusion auf innenpolitischen Widerstand im Nachbarland zurück: "Dies ist jedoch meine Interpretation der Dinge", betonte Alder an der gestern einberufenen Telefonkonferenz. Swisscom selbst sei aber auch nicht ganz unschuldig an dem Debakel: Das Unternehmen habe gegen Ende der Verhandlungen nochmals eine Zeitverlängerung beantragt, was bei so einem komplexen Deal nicht unüblich sei: "Bei dem sehr filigranen politischen Entscheidungsprozess in Österreich ist unser Entscheid aber vielleicht falsch aufgefasst worden", vermutet Alder. Das Scheitern der Gespräche schätzt der Swisscom-CEO zwar als verpasste Option oder Chance ein, nicht aber als fundamentales Problem. Das Thema Telekom Austria sei damit vom Tisch.