Trendwende? Sony Ericsson und Motorola mit offenen Bootloadern
Mit verschlüsselten Bootloadern haben es einige Smartphone-Hersteller der Android-Community bisher verunmöglicht, modifizierte Firmwares zu starten. Der Aufschrei der Entwickler zeigt nun Wirkung: Sony Ericsson und Motorola haben versprochen, ihre Bootloader-Politik zu ändern.
Nicht alle Handy-Hersteller, die auf Android setzen, liefern ihre Geräte mit einem offenen Bootloader aus. Sony Ericsson und Motorola sind dafür bekannt, den Chipsatz, auf dem sich die Firmware zum Hochfahren eines Handys befindet, zu verschlüsseln. Die Community mag dies nicht, verunmöglicht es doch die Installation eigener Roms.
Sony Ericsson erklärt, wie man seine Handy hackt
Sony Ericsson hat nun reagiert und eine ausführliche Anleitung veröffentlicht, die erklärt, wie sich der Bootloader auf den neuesten Xperia-Modellen entsperren lässt. So wird es möglich, "Custom Roms" aufzuspielen und zum Beispiel eine angepasste Android-Version ohne die Interface -Anpassungen von Sony Ericsson zu nutzen.
Der veröffentlichte Hacker-Guide von Sony Ericsson funktioniert allerdings nur ohne SIM-Lock - und nicht bei allen Modellen der Xperia-Reihe. Das Unternehmen weist darauf hin, dass der Garantieanspruch durch das Entlocken des Bootloaders verloren gehen könne.
Motorola gibt dem Druck der Community nach
Das US-Unternehmen Motorola, das mit seinen Smartphones ausschliesslich auf die Karte Android setzt, hat nach einer Facebook-Umfrage ebenfalls angekündigt, ihren Bootloader zu öffnen.
Für Ende 2011 plane der Konzern, seine Geräte mit freischaltbaren Bootloadern auszurüsten. Dies allerdings nur dann, wenn die Netzbetreiber von Motorola nicht verlangen würden, die Sperre beizubehalten. Dies berichtet der australische Blog Ausdroid.
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