Vivendi Universal steckt in der Schuldenfalle

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Die Schulden von Vivendi Universal steigen weiter. Im ersten Halbjahr 2002 weist der Vivendi einen Nettoverlust von 12,3 Milliarden Euro aus. Davon sind rund 11 Milliarden Euro Sonderabschreibungen, eine Million Euro mehr als von den Analysten erwartet wurde. Der Weltweit zweitgrösste Medienkonzern musste in allen grossen Geschäftsbereichen Korrekturen an den Vermögenswerten vornehmen. Im Bereich TV wurden 3,8 Milliarden Euro abgeschrieben, im Bereich Musik 3,5 Milliarden Euro, und die Unterhaltungssparte ist fortan 2,6 Milliarden Euro weniger wert. Im Bereich Telekommunikation und Internet wurden 1,1 Milliarden Euro abgeschrieben. Unter diesen Umständen ist es für Vivendi vorläufig wohl wenig tröstlich, dass ein operativer Gewinn von 2,4 Milliarden Euro erwirtschaftet wurde. Diese Steigerung entspräche einem Gewinnanstieg um acht Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 2001. Der Nettoverlust ohne Abschreibungen und Sonderfaktoren beträgt 66 Millionen Euro. Der Umsatz, inklusive Vivendi Environment, 30 Milliarden Euro. In der Vorjahresperiode wurden 26,44 Milliarden Euro ausgewiesen. Einzig die Musiksparte musste einen Rückgang von 2 Prozent auf 1,51 Milliarden hinnehmen. Vivendi-Chef Jean-René Fourtou hat auf den 25. September einen Restrukturierungsplan zur Sanierung des maroden Konzerns angekündet. Bereits bekannt ist, dass Vivendi innerhalb von zwei Jahren Firmen und Beteiligungen im Wert von 10 Millionen Euro verkaufen will.