Mit Markus Freuler, CIO der Stadt Winterthur

"Wir dürfen uns selber nicht zu ernst nehmen"

Uhr | Aktualisiert

In "Beyond ICT" verraten Branchenkenner etwas aus ihrem Leben abseits von Technik und Unternehmensalltag. Heute stellt sich Markus Freuler, CIO der Stadt Winterthur, den kniffligen Fragen.

Markus Freuler, CIO der Stadt Winterthur.
Markus Freuler, CIO der Stadt Winterthur.

Was war für Sie das schönste Erlebnis in Ihrer bisherigen Karriere?

Jeder erfolgreiche Abschluss eines grossen Projektes oder der berufliche Erfolg bei der Übernahme einer neuen Herausforderung gehören für mich zu den schönsten Erlebnissen im Beruf. Im Laufe der Jahre verblassen die Erinnerungen etwas, deshalb sind kürzliche Erlebnisse sicherlich präsenter. In diesem Sinne ist die Übernahme der Leitung der Informatikdienste Winterthur ein sehr schönes Erlebnis, welches noch immer andauert.

Wenn Sie die Chance dazu gehabt hätten, was hätten Sie in Ihrer Karriere anders gemacht als bisher?

Nichts. Das Leben lässt sich nicht planen. Wichtig ist für mich (Lebens-)Ziele zu haben. Ob und wann ich sie erreiche, hängt neben meinem persönlichen Willen auch von vielen externen Faktoren ab. Für mich gilt, zielsicher vorwärts zu gehen und bei Veränderungen flexibel zu agieren.

Was fasziniert Sie besonders an Ihrer Tätigkeit bei der Stadt Winterthur?

Die Stadt Winterthur ist aus meiner Sicht eine tolle Stadt, die in den letzten Jahrzehnten intensivste Veränderungen vollbracht hat. Sie hat sich von einer Industriestadt in eine Dienstleistungs-, Kultur- und Ausbildungsstadt gewandelt. Winterthur ist, wie jede grosse Stadt, in ihren Aufgaben äusserst heterogen. Ich spreche hier unter anderem die vielfältigen Aufgaben der Polizei, Feuerwehr, Alterszentren und Schulen an. Diese Heterogenität ist absolut spannend und eine echte Herausforderung sowohl für die Informatikdienste Winterthur als auch für mich in meiner Rolle als CIO.

Was machen Sie, um Stress abzubauen?

Grundsätzlich habe ich eher selten Stress. Um auch neben einem ausgefüllten Tag dem Stress vorzubeugen, nehme ich mir die Zeit für Sport, Hobbies und Treffen mit Familie und Freunden.

Worüber haben Sie kürzlich herzlich gelacht? Und worüber haben Sie sich kürzlich geärgert?

Einem guten Satiriker zuzuhören, macht mir viel Freude, doch am herzlichsten lache ich über mich selbst. Wir dürfen uns selber nicht zu ernst nehmen. Am meisten ärgerte mich letzthin ein Gesprächspartner, der sich und seine Argumente so ernst nahm als hinge die Welt davon ab.

Gibt es einen Traum, den Sie sich noch erfüllen möchten?

Ja, eine Auszeit im schottischen Hochland.

Ihr persönliches Ziel für 2012?

Gesund bleiben und Spass am Leben und der Arbeit behalten.

Was wird sich in den Informatikdiensten der Stadt Winterthur in den nächsten fünf Jahren verändern?

Die Gradwanderung einer stark wachsenden Stadt mit knappem Budget wird uns auch in den Informatikdiensten stark fordern. Dies gelingt uns nur, wenn die ICT im Sinne der Stadt zur Globaloptimierung über die Verwaltungseinheiten hinweg eingesetzt wird. So kann der Lokaloptimierung einzelner Einheiten entgegen gewirkt werden. Neben der Beherrschung der Technologie werden die Informatikdienste einerseits in der Definition, Kommunikation und Umsetzung von Standards wirken müssen, dies unter gebührender Berücksichtigung der Individualität der städtischen Aufgaben. Andererseits ist auch die Unterstützung innovativer Geschäftsprozesse wichtig.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

So wie ich mein Leben zurzeit gestalten kann, gefällt es mir sehr gut. Soweit ich dies beeinflussen kann, wünsche ich mir, dieses spannende und herausfordernde Leben auch in 5 Jahren gesund weiterzuleben.

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