Neue Bravia-, LED- und 3-D-Displays

ISE 2026: Sony rüstet Displays für den professionellen Einsatz auf

Uhr
von Coen Kaat

Sony hat die ISE 2026 genutzt, um seine Neuheiten im Bereich Pro-AV zu zeigen. Der Hersteller verspricht mit seinen Bravia-Screens tiefere Betriebskosten und eine leichtere Montage als bisher. Ausserdem zeigte der Hersteller eine Midrange-LED-Wand und 3-D-Monitore mit Gestensteuerung.

Vom 3. bis zum 6. Februar hat in Barcelona die ISE 2026 stattgefunden - die Leitmesse für Pro-AV und Digital Signage. Hersteller nutzen die Messe jeweils, um der Branche ihre Neuheiten zu präsentieren - so auch Sony. Das japanische Unternehmen lanciert im Juli eine komplett überarbeitete Bravia-Professional-Display-Reihe. Die BZ-P-Serie soll die bestehende L-Serie ablösen, wie Christopher Mullins, Head of Product Marketing bei Sony Professional Displays & Solutions Europe, am Stand in Barcelona erklärte. Die neuen 4k-Displays sind in Grössen von 43 bis 85 Zoll erhältlich und die Leuchtkraft reicht von 400 bis 700 Nits. 

Der Fokus lag bei den neuen Geräten auf drei Bereichen, wie Mullins erklärte:

  • Ein neues Design für das Gehäuse
  • Nachhaltigkeit
  • Bildqualität

Der Stand von Sony an der ISE 2026 in Barcelona. (Source: Netzmedien)

Der Stand von Sony an der ISE 2026 in Barcelona. (Source: Netzmedien)

Die Bildqualität will Sony unter anderem mit einer neuen Beschichtung verbessert haben. Diese trägt den passenden Namen Deep Black Non Glare. In Kombination mit dem XR-Prozessor sollen sie nämlich für weniger Spiegelung und zugleich kontrastreiche Bilder mit tiefen Schwarztönen für besseren Kontrast sorgen. 

Sony bringt diese Kombi auch auf seinen Einstiegsgeräten. So sollen diese mit nur 400 Nits in hellen Umgebungen mit leuchtstärkeren Displays konkurrieren können. Anwender und Integratoren hätten so mehr Flexibilität in solchen hellen Umgebungen wie etwa im Retail, sagte Mullins. 

Neue Hintergrundbeleuchtung reduziert Betriebskosten

Um den Stromverbrauch zu reduzieren, verbesserte der Hersteller gemäss Mullins die Hintergrundbeleuchtung. Der geringere Stromverbrauch entstehe aufgrund eines Zusammenspiels neuer energiesparender LEDs für das Backlight, eines neuen optischen Films und des XR-Prozessors, der die Hintergrundbeleuchtung steuert. 

Am Stand demonstrierte der Hersteller die Ergebnisse dieser Kombination. Sony hatte eines der neuen Modelle sowie den Vorgänger nebeneinander ausgestellt. Das alte Gerät hatte bei 500-Nits-Helligkeit einen Stromverbrauch von 116 Watt; das neue hingegen erzielte dieselbe Helligkeit mit einem Verbrauch von nur 80 Watt. 

"Das senkt die Betriebskosten um fast 30 Prozent", sagte Mullins. "Wenn Sie diese Displays rund um die Uhr für Digital-Signage-Anwendungen nutzen, sparen Sie mit den neuen Displays über einen Zeitraum von 5 Jahren also etwa 500 Euro allein beim Stromverbrauch", rechnete Mullins vor. 

Neuer Look and Feel - von innen und aussen

Eine weitere wichtige Neuerung gegenüber der Vorgängerserie ist das Gehäuse. Die bisherigen Modelle erinnerten noch stark an die Consumer-Produkte aus dem Hause Sony, die ebenfalls unter dem Namen Bravia laufen. So waren die Rahmen etwa abgerundet - bei Videowalls führte dies zu sichtbaren Abständen zwischen den Screens. Und auch der Bildschirm selbst hatte eine Wölbung und liess sich daher nicht komplett flach an eine Wand montieren. 

Die neue BZ-P-Serie von Sony ist deutlich flacher als die Vorgängermodelle und lässt sich so effizienter an eine Wand montieren. (Source: Netzmedien)

Die neue BZ-P-Serie von Sony ist deutlich flacher als die Vorgängermodelle und lässt sich so effizienter an eine Wand montieren. (Source: Netzmedien)

Die neuen Displays sind deutlich flacher und - im positiven Sinne - kantiger statt abgerundet an den Rändern; so wie man es von anderen Herstellern auch kennt. "Unsere Displays haben nun ein ansprechendes, professionelles Look and Feel", sagte Mullins. Vor allem würden es diese Änderungen den Pro-AV-Integratoren viel einfacher machen, Sony-Displays zu montieren. 

Die neue Generation sieht nicht nur von aussen anders aus - das User-Interface will Sony ebenfalls verbessert haben. Diese neue Oberfläche sei mehr für den professionellen Einsatz gedacht als die vorherige Android-TV-Oberfläche. Die bestehenden Integrationen mit über 70 CMS-Anbietern funktioniere unverändert weiter. Das neue UI basiert zwar ebenfalls auf Android. Es lässt jedoch die Consumer-Anwendungen des Betriebssystems weg zugunsten von B2B-fokussierten Anwendungen. Dazu zählt etwa ein Installations-Wizard, der die für die Inbetriebnahme nötige Zeit auf ein Minimum reduzieren soll. 

Midrange-LED für Corporate-Umfeld

Anderswo am Stand zeigte Sony eine neue LED-Wand - diese hatte eine Diagonale von 135 Zoll bei einem Pixelpitch von 1,5 Millimetern und leuchtete mit 800 Nits. Der LED-Neuling gehört zur S-Serie der Crystal-LED-Displays. Diese gesellt sich zu den bestehenden BH- und CH-Serien. "Die neue S-Serie ist eine LED-Wand der mittleren Preisklasse für den Einsatz im Corporate-Umfeld", erklärte Mullins. Die bisherigen Crystal-LED-Displays waren eher im höheren Preissegment. Die neue Serie soll das Produkt also zugänglicher machen. 

Die neue Crystal-LED-S-Serie. (Source: Sony)

Die neue Crystal-LED-S-Serie. (Source: Sony)

Zusätzlich zum ausgestellten Modell mit einem Pixelpitch von 1,5 Millimetern hat Sony auch eine Ausführung, bei welcher der Abstand zwischen den LEDs 1,2 Millimeter beträgt. Diese präsentierte der Hersteller in einer kleineren Installation ebenfalls an seinem Stand. 

3-D-Monitore für Museen und Retail

In einer weiteren Ecke des Standes zeigte Sony seine 3-D-Monitore. Die Spatial-Reality-Displays haben eine eingebaute Kamera. Diese misst den Abstand zwischen den Augen, um den 3-D-Effekt des Geräts an die User anzupassen. Dies sorgt für einen besseren 3-D-Effekt, aber es bedeutet jedoch auch, dass immer nur eine Person zugleich diesen Effekt maximal auskosten kann. 

Der dargestellte, dreidimensional wirkende Inhalt lässt sich mit Gesten steuern. Hierfür arbeitet der Hersteller mit Ameria zusammen. Diese Geräte könnten etwa in Museen oder im Retail eingesetzt werden, sagte Mullins, um Ausstellungsobjekte oder Produkte zu zeigen.

Die Spatial-Reality-Displays von Sony lassen sich mit Gesten steuern dank einer Kooperation mit Ameria. (Source: Netzmedien)

Die Spatial-Reality-Displays von Sony lassen sich mit Gesten steuern dank einer Kooperation mit Ameria. (Source: Netzmedien)

 

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