Zürcher Gemeinderat stimmt städtischem Glasfasernetz zu: Swisscom "not amused"

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Das Elektrizitätswerk Zürich (EWZ) will in der ganzen Stadt ein Telekom-Netz aufbauen. Um die heute schnellstmögliche Datenübertragung zu gewährleisten, sollen die Leitungen nicht mehr aus Kupfer, sondern aus Glasfasern bestehen. Der Zürcher Gemeinderat hat der Finanzierung des 200-Millionen-Projekts gestern zugestimmt. Im März 2007 wird das Volk entscheiden. Bis in zehn Jahren sollen 20'000 private Haushalte und 5000 Unternehmen mit dem Glasfasernetz ausgestattet sein. Der geplante Erlös beläuft sich auf 400 Millionen Franken.
Die anderen Kabelnetzbetreiber wie Swisscom und Cablecom zeigen sich verärgert über die neue Konkurrenz aus Zürich, welche auch für andere Schweizer Städte – in Basel, Bern und Genf sind ähnliche Vorhaben geplant – Vorbildcharakter haben könnte. Swisscom-Sprecher Sepp Huber gegenüber der Netzwoche: „Gemäss Bundesrat soll der Staat die Mehrheit an Swisscom abgeben. Der Bund begründet dies unter anderem mit den hohen Risiken der Telekom- Branche und dem heute funktionierenden Wettbewerb. Die Swisscom baut in Ballungszentren, so auch in Zürich, derzeit ihr VDSL-Netz massiv aus, das Bandbreiten bis zu 30 Mbit/s in die Haushalte ermöglicht. Zu diesem Zweck werden, auch in Zürich, zusätzliche Glasfasern verlegt. Es stellt sich also die Frage, ob die vom EWZ geplanten Investitionen Sinn machen in einem Bereich, wo der Wettbewerb unter privaten Anbietern spielt, während die Mittel in anderen öffentlichen Bereichen knapp sind“.