Mitel milliardenschwer

Mitel fusioniert mit Aastra

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Die Solothurner Aastra Telecom Schweiz hat mit Mitel fusioniert. Mit 1,1 Milliarden US-Dollar Umsatz jährlich und 60 Millionen Kunden weltweit wird Mitel damit zu einem Schwergewicht der Branche.

Das Schweizer Unternehmen Aastra Telecom mit Sitz in Solothurn hat mit Mitel fusioniert. Damit hat Mitel die Marktführerschaft in Westeuropa übernommen, wie Aastra mitteilt. Mit 60 Millionen Kunden weltweit platziere sich Mitel sogar unter die Top Five weltweit.

Mitel setze nun nach Abschluss der Fusion jährlich 1,1 Milliarden US-Dollar um. Das Unternehmen verfüge über ein Budget von 100 Millionen Dollar für Forschung und Entwicklung und sei damit bereit für weitere Innovationen insbesondere im Cloud-Geschäft. Mitel biete private, öffentliche und hybride Clould-Lösungen an. Das Unternehmen verspricht seinen Kunden, im Wettbewerb Vorteile zu erlangen. Ausserdem habe Mitel das Ziel, getätigte Investionen von Kunden zu schützen.

Synergieeffekte

Mitel sicherte sich mit dem Abschluss der Fusion eine Finanzierung von 405 Millionen Dollar, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Diese bestehe aus einem Darlehen von 355 Millionen Dollar sowie aus 50 Millionen aus bislang nicht in Anspruch genommenen revolvierenden Kreditfaszilitäten, also Kredite, die während eines bestimmten Zeitraums dem wirtschaftlichen Rhythmus des Kreditnehmers entsprechend getilgt und wieder in Anspruch genommen werden können.

Mitel erwarte in den kommenden zweieinhalb Jahren Synergieeffekte von rund 50 Millionen Dollar. Diese sollen durch Optimierungen der Angebotskette, Konsolidierung der Standorte und durch Economies of Scale hervorgerufen werden. Mit dem kombinierten Cash Flow sollen künftig Schulden abgebaut werden, um Mitel zu Liquidität sowie Flexibilität und damit zu einem offensiven Wachstum zu verhelfen.

Die Fusion soll Mitel soll ungefähr 80 Millionen Dollar gekostet haben, wobei die Transaktion mit Barmitteln und einem Teil des Erlöses aus der neuen Kreditfazilität vollzogen worden sei.

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