Die IT der Postfinance
Am Montag hat Postfinance zum runden Tisch in Bern eingeladen. Dabei hat auch Enrico Lardelli, Leiter der Informatik, Stellung bezogen zu aktuellen Veränderungen und Zielen der IT.
Konkret ging es etwa um die Migration der Kontoführung und den Zahlungsverkehr auf ein neues Informationssystem. Das Institut wechselt in den nächsten vier Jahren auf ein System des indischen Softwarehauses Tata Consultancy Services (TCS). Laut Lardelli wurden rund 15 verschiedene Lösungen getestet. Hewlett-Packard und TCS Bancs standen in der Endausmarchung. Nach längerem Eruieren habe sich Postfinance gegen HP entschieden, da einiges noch hätte selber entwickelt werden müssen, so der CIO.
Unter dem Stichwort Green-IT will Postfinance zudem die Energieeffizienz steigern. Dafür wird das RZ in Bern mit Wasser aus der Aare gekühlt und es werden Kaltgangeinhausungen gebaut. Somit konnte die Bank bereits eine Senkung der Energieeffizient von 2,2 PUE im 2007 auf 1,61 PUE erreichen. Zur Illustration die Kennzahlen zu den zwei Postfinance-Rechenzentren: Das RZ in Bern hat 2’301m2 Systemraumfläche mit einem Stromverbrauch von 12,2 Mio. kWh p.a. und das in Zofingen hat 1'543 m2 bei 7,1 Mio. kWh p.a.
Des Weiteren kündigte Postfinance-Chef Jürg Bucher an der Veranstaltung weiteres Wachstum fürs Jahr 2011 an, sieht aber den Gewinn fürs zweite Halbjahr tiefer als im ersten. Voraussichtlich werde das Vorjahresergebnis von 575 Mio. Schweizer Franken erreicht. Die Auswirkungen der derzeitigen Währungsturbulenzen betrachtet Bucher als nicht allzu schlimm, denn sowohl die Aktien- wie auch die Währungsschwankungen würden Postfinance kaum treffen. Als Grund sieht er die Massnahmen die gegen die Währungs- und Schuldenkrise ergriffen wurden.
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