Noch ein Verband
Die Schweiz ist um einen ICT-Verband reicher. Der "Sniv" will die Interessen der Netzinfrastrukturbranche vertreten. Die Mitglieder wollen die Branche und zugehörige Berufsbilder bekannter machen.
Am 27. November haben in Liestal die Unternehmen Cablex, Enemag, Enkom, Saphir Group, Chestonag und die IED-Gruppe den Schweizer Netzinfrastrukturverband für Kommunikation, Energie, Transport und ICT, kurz SNiv, gegründet.
Der Verband will die Reputation und das Wissen um die Netzinfrastrukturbranche in der Öffentlichkeit und der Politik verbessern. Dazu zählen auch Ausbildungsinitiativen, beispielsweise für das Berufsbild des Netzelektrikers, teilt der Verband mit.
Ausserdem wollen sich die Mitglieder für Arbeits- und Qualitätssicherung sowie für einen branchenweiten Gesamtarbeitsvertrag einsetzen. Der Vorstand des Verbands setzt sich aus Präsident Hans-Peter Legler, CEO von Cablex, Vizepräsident Heiner Oberer, CEO der Saphir Group, und Finanzchef Stefan Salzmann, CEO der IED Holding, zusammen.
Im Vorfeld hatte die Gründung bereits für Irritationen gesorgt, wie die Berner Zeitung berichtet. Denn die Vereinigung von Firmen für Freileitungs- und Kabelanlagen (VFFK) und der Verband Schweizer Elektrizitätsversorgungsunternehmen zur Förderung von offenen Breitbandnetzen (Openaxs) erhalten mit Sniv einen neuen Konkurrenten.
Die Gründung des neuen Verbands sei nicht im Interesse der Branche, sagte VFFK-Präsident Albert Gyger gegenüber der Berner Zeitung.
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