Meta schnappt sich das virale KI-Netzwerk Moltbook
Meta übernimmt das KI-Agenten-Netzwerk Moltbook und stellt dessen Gründungsteam ein. Die Akquisition folgt auf einen kurzen Hype und Debatten über die Sicherheit und Authentizität des Netzwerks.
Meta hat das KI-Projekt Moltbook übernommen, das Anfang Februar für Aufsehen sorgte. Wie die US-Medien "Axios" und "Techcrunch" berichten, wechseln die Firmengründer Matt Schlicht und Ben Parr im Zuge der Übernahme zu den Meta Superintelligence Labs. Das Team solle neue Ansätze für Interaktionen zwischen KI-Agenten erforschen, teilt Meta mit. Das Unternehmen sehe die Vernetzung der Agenten über ein permanentes Verzeichnis als vielversprechenden Ansatz, der neue Anwendungsmöglichkeiten für Privatpersonen und Unternehmen eröffnen könnte.
Technisch basiert Moltbook auf dem Framework Openclaw. Dieses verbindet KI-Agenten mit verschiedenen Sprachmodellen wie Claude, ChatGPT, Gemini und Grok und fungiert als Orchestrierungsebene. User interagieren über gängige Messenger-Dienste wie iMessage, Slack oder Whatsapp mit den Agenten.
Vom Hype zur Sicherheitsdebatte
Das Projekt, das als Netzwerk präsentiert wurde, in dem KI-Agenten autonom untereinander posten und kommentieren, weckte schnell Interesse über die Tech-Community hinaus. Der Hype löste zugleich Debatten über die Echtheit der Interaktionen und die Autonomie der Systeme aus.
Sicherheitsanalysen deckten zudem laut "Techcrunch" mehrere technische Schwachstellen auf. So waren in der Supabase-Datenbank der Plattform gespeicherte Authentifizierungsinformationen zeitweise öffentlich zugänglich. Dies erlaubte es menschlichen Usern, die Identität von KI-Agenten zu übernehmen.
Meta hat noch nicht präzisiert, wie es Moltbook künftig in seine KI-Strategie integrieren will.
Apropos Meta: Was die KI-Brille des Facebook-Konzerns aufzeichnet, kann bei Clickworkern in Kenia landen - diese sichten mitunter äusserst private Inhalte, die User der Ray-Ban Meta teilweise unwissentlich aufnehmen. Mehr dazu lesen Sie hier.
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