Schweizer lieben Breitbandinternet
Der IT-Dienstleister Akamai hat den Bericht "State of the Internet" für das vierte Quartal 2013 aktualisiert. Die Schweiz schneidet darin sehr gut ab.
Die Zahl der gemeldeten Denial-of-Service-Attacken, über die versucht wird, Server mit einer Flut von Anfragen in die Knie zu zwingen, ist gegenüber dem dritten Quartal 2013 um 23 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum vierten Quartal 2012 gab es 75 Prozent mehr Attacken. Laut Akamai werden 35 Prozent aller Cyberattacken aus China gestartet, 19 Prozent aus den USA und 10 Prozent aus Kanada. Der Anteil Europas sank auf etwas mehr als 11 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent).
Europa investiert in Gigabit-Internet
Bei der weltweiten durchschnittlichen Internet-Geschwindigkeit sei für das gesamte Jahr 2013 eine Zunahme um 38 Prozent zu verzeichnen, schreibt Akamai. Im Vergleich zum Vorquartal sind es 5,5 Prozent. "Trotz dieser Steigerung verzeichnete die Hälfte der Länder beziehungsweise Regionen der Top-10-Liste einen Rückgang gegenüber dem Vorquartal", heisst es in der Studie. Die Niederlande verzeichneten eine Abnahme um 0,7 Prozent und Lettland um 6,7 Prozent. Trotz eines Rückgangs um 1,1 Prozent belegt Südkorea weiterhin Platz eins mit einer durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit von 21,9 Mbit/s.
Ein Reihe von Ankündigungen deute auf eine kräftige Steigerung der durchschnittlichen Spitzengeschwindigkeiten in europäischen Ländern hin. Der französische Telekommunikationsanbieter Illiad kündigte im Oktober den Start seines 1-Gigabit-Breitbandnetzes an und im November folgte Swisscom mit einem 1-Gbit/s-Angebot für 650'000 Privathaushalte. Darüber hinaus plant die finnische Regierung, die internationalen Datenleitungen mit einer Investition von 100 Millionen Euro durch eine Unterwasser-Glasfaserverbindung von Deutschland nach Finnland aufzurüsten. Das Projekt soll 2015 abgeschlossen sein.
Und die Schweiz?
Akamai nennt auch einige Zahlen zur Schweiz. Im Ranking der durchschnittlichen Internetgeschwindigkeit liegt sie mit 12 Mbit/s weltweit auf dem fünften Platz. Die durchschnittliche Spitzengeschwindigkeit liegt bei 44,2 Mbit/s. Laut Akamai ist das eine Zunahme von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Anteil der Verbindungen mit Geschwindigkeiten von mehr als 10 Mbit/s liege in der Schweiz bei 42 Prozent. Diesen Wert schlägt nur die Niederlande mit 45 Prozent. Fünf weitere Länder (Tschechien, Belgien, Dänemark, Grossbritannien und Schweden) erreichen eine Adoptionsrate von über 30 Prozent.
Im Oktober 2013 erklärte die Europäische Kommission, dass das Ziel einer hundertprozentigen grundlegenden Breitbandversorgung in ganz Europa erreicht sei. Breitbandige Satellitenverbindungen, die EU-weit zur Verfügung stehen, machen es laut Angaben der Kommission möglich, jeden Haushalt in der EU mit einem Basis-Breitbandanschluss (0,5 bis 4 Mbit/s) zu versorgen. Bei den Breitbandverbindungen von mehr als 4 Mbit/s bringt es den Messungen von Akamai zufolge die Schweiz als europäischer Spitzenreiter auf eine Versorgung von 91 Prozent, Österreich auf 81 Prozent und Deutschland auf 75 Prozent.
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